Datum10.07.2026 18:16
Quellewww.zeit.de
TLDRDas Lutherhaus in Wittenberg erhält für 15,6 Millionen Euro ein neues Eingangsgebäude mit einer modernen Dauerausstellung, die im Herbst 2027 eröffnet werden soll. Das Land Sachsen-Anhalt trägt den Großteil der Kosten. Ziel ist der Erhalt der Aura als UNESCO-Welterbe bei gleichzeitiger Modernisierung hinsichtlich Energieeffizienz, Barrierefreiheit und Sicherheit. Der Neubau soll an das abgerissene Direktorenhaus erinnern und die Raumsituation des weltweit größten reformationsgeschichtlichen Museums verbessern.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Museen“. Lesen Sie jetzt „Neubau fürs Lutherhaus - neue Dauerausstellung öffnet 2027“. Für 15,6 Millionen Euro soll das Lutherhaus in Wittenberg ein modernes neues Eingangsgebäude bekommen. Dort soll die neue Dauerausstellung Platz finden."Mit der Sanierung und Erweiterung des Lutherhauses wollen wir diese Mauern auch in Zukunft ihre Geschichten erzählen lassen. Wir wollen ihre Aura als Unesco-Welterbe erhalten", sagte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer bei der Grundsteinlegung. Den größten Teil der Baukosten bezahlt das Land Sachsen-Anhalt. Die Dauerausstellung soll im Herbst 2027 eröffnet werden, wie die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt mitteilten. Das Lutherhaus gehört seit 1996 als Teil der Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg zum Unesco-Weltkulturerbe. Es wird seit Anfang 2025 energetisch saniert und touristisch weiter erschlossen. Reformator Martin Luther wurde 1483 in Eisleben geboren, wo er 1546 auch starb. Rund 35 Jahre lang war das Lutherhaus sein Lebensmittelpunkt. Dort lebte er mit seiner Frau Katharina von Bora und seinen Kindern und entwarf seine reformatorischen Leitschriften. Das neue Eingangsgebäude soll in Form und Erscheinungsbild dem einstigen Direktorenhaus ähneln, das an dem Ort des Neubaus stand - und abgerissen wurde. Das Gebäude aus den 1930er Jahren war als Wohnhaus für Oskar Thulin gebaut worden. Er war von 1930 bis 1969 Direktor des damaligen Musuems Lutherhalle. Durch den Neubau verbessere sich die Raumsituation des Museums wesentlich, sagte der Vorstand der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, Thomas Müller. Das Museum solle in seiner Authentizität erhalten bleiben, gleichzeitig modern sein und damit auch modernen Standards der Energieeffizienz, Barrierefreiheit und Sicherheit entsprechen. Zur Grundsteinlegung wurde eine Zeitkapsel aus Metall eingemauert. Darin befinden sich unter anderem Urkunden, Baupläne und eine Münze aus diesem Jahr. Bis zur Eröffnung der neuen Dauerausstellung ist die Sonderausstellung "Buchstäblich Luther. Facetten eines Reformators" im angrenzenden Augusteum zu sehen. Das Lutherhaus in Wittenberg ist den Angaben zufolge das größte reformationsgeschichtliche Museum der Welt. © dpa-infocom, dpa:260710-930-367021/1