Datum10.07.2026 18:12
Quellewww.zeit.de
TLDRMassiver Befall durch Eichenprozessionsspinner führt zur Sperrung von über der Hälfte der Gewässer im Unterspreewald. Ziel ist der Schutz von Besuchern vor den giftigen Brennhaaren der Raupen, die Hautreizungen und Atemprobleme verursachen können. Zudem erschwert der Befall Verkehrssicherungsarbeiten. Die Dauer der Sperrungen ist unklar und hängt von der weiteren Entwicklung ab.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Eichenprozessionsspinner“. Lesen Sie jetzt „Raupen-Gefahr: Viele Gewässer in Unterspreewald gesperrt“. Wegen eines massiven Befalls durch den Eichenprozessionsspinner können auf gut der Hälfte der Gewässer im Unterspreewald ab sofort keine Boote mehr fahren. Ziel der Sperrungen ist es, Besucherinnen und Besucher vor den gefährlichen Brennhaaren der Raupen zu schützen, wie das Brandenburger Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung mitteile. Hinzu komme, dass wegen des Befalls derzeit wichtige Verkehrssicherungsarbeiten entlang der Gewässer nicht möglich seien und deshalb Gefahren durch Äste und umsturzgefährdete Bäume drohten, teilte Infrastrukturminister Robert Crumbach (SPD) mit. Grundlage für die Anordnung ist ein Antrag des Landesamtes für Umwelt. Folgende Gewässer können den Angaben nach bis auf weiteres nicht befahren werden: Wie lange die Gewässer gesperrt blieben, hänge von der weiterenEntwicklung des Befalls ab. "Touristinnen und Touristen werden gebeten, die Sperrungen strikt zu beachten, alternative Routen zu nutzen und Hinweise derörtlichen Anbieter, der Biosphärenreservatsverwaltung sowie der Landkreise zu beachten", so das Ministerium. Auf nicht betroffenen Gewässern seien Bootstouren und insbesondere auch Kanutouren weiter möglich. Trotzdem sollten Menschen auch in diesen Gebieten vorsichtig sein, da weitere Bäume befallen sein könnten. Die kleinen Brennhaare der Raupen enthalten ein Nesselgift. Bei einem Kontakt kann es zu Hautreizungen, starkem Juckreiz und Quaddeln kommen. Auch Augenreizungen, Husten oder asthmaartige Beschwerden sind möglich, wenn Menschen oder Tiere mit den Brennhaaren in Berührung kommen. © dpa-infocom, dpa:260710-930-366981/1