Datum10.07.2026 17:51
Quellewww.zeit.de
TLDREin wegen Vergewaltigung verurteilter 39-Jähriger muss sich angeblich erneut vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen drei weiterer mutmaßlicher Taten erhoben, die sich teils bis ins Jahr 2014 zurückverfolgen lassen. Das Gericht hatte den Mann, der als Seriensexualstraftäter gilt, bereits im November zu fünfeinhalb Jahren Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Ob die neuen Vorwürfe zugelassen werden, ist noch offen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kriminalität“. Lesen Sie jetzt „Weitere Opfer? Verurteilter Vergewaltiger erneut angeklagt“. Wenige Monate nach seiner zweiten Verurteilung wegen Vergewaltigung soll ein inzwischen 39-Jähriger erneut vor Gericht kommen. Dem Landgericht Berlin liegt eine Anklage der Staatsanwaltschaft vor wegen drei weiterer mutmaßlicher Taten, wie eine Gerichtssprecherin auf Anfrage sagte. Über deren Zulassung sei noch nicht entschieden. Nach Angaben des "Spiegels" wollte sich die Verteidigung nicht zu den neuen Vorwürfen äußern. Das Landgericht hatte den Straftäter im vergangenen November zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt und eine anschließende Sicherungsverwahrung angeordnet. Der Mann sei gefährlich für die Allgemeinheit, so das Gericht. Nach dessen Überzeugung handelt es sich bei dem Betriebswirt und früheren Geschäftsführer um einen Seriensexualstraftäter. Nur vier Monate vor dem Urteil war der heute 39-Jährige wegen der Vergewaltigung einer bewusstlosen Abiturientin ebenfalls zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. In dem Verfahren sorgte das Gericht damals dafür, dass ein Handy des Angeklagten durch die Polizei vollständig ausgewertet wurde. In der Folge wurden die vier weiteren Taten im Zeitraum von Februar 2020 bis Juni 2021 zulasten zweier Frauen bekannt, um die es im zweiten Verfahren ging. Bei der neuen Anklage geht es laut "Spiegel" um drei Fälle, einer davon soll sich bereits im Jahr 2014 zugetragen haben. Im jüngsten Fall erstattete die Frau demnach im Dezember 2025 Anzeige. © dpa-infocom, dpa:260710-930-366871/1