12-Uhr-Regel: Hunderte Tankstellen wegen Preisverstößen bestraft

Datum10.07.2026 17:45

Quellewww.zeit.de

TLDRHunderte Tankstellen in Niedersachsen wurden im April mit Verwarngeldern von je 55 Euro belegt, da sie gegen die Ende April eingeführte 12-Uhr-Regel verstoßen hatten. Diese schreibt vor, dass Spritpreise nur einmal täglich, um 12 Uhr mittags, erhöht werden dürfen. Sowohl Mineralölkonzerne als auch freie Tankstellen waren betroffen. Wirtschaftsminister Tonne kündigte für Mai Bußgelder an und plant, den neuen Zeitpunkt für Preisanpassungen auf 20 Uhr zu verlegen, um mittelständische Unternehmen und Berufstätige zu entlasten. Er fordert zudem einen Spritpreisdeckel.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „12-Uhr-Regel“. Lesen Sie jetzt „Hunderte Tankstellen wegen Preisverstößen bestraft“. Hunderte Tankstellen in Niedersachsen haben gegen Regelungen zur Preiserhöhung verstoßen und wurden dafür bestraft. Im April waren es 250 Tankstellen, gegen die insgesamt 1.900 Verwarngelder verhängt wurden, wie das niedersächsische Wirtschaftsministerium mitteilte. Zuvor hatte die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" darüber berichtet. Hintergrund ist die im April eingeführte 12-Uhr-Regel, nach der Tankstellen die Spritpreise nur noch einmal am Tag - um 12.00 Uhr - erhöhen dürfen. Weil sie dagegen verstoßen haben, wurden gegen die Tankstellen Verwarngelder in Höhe von je 55 Euro verhängt, wie das Ministerium mitteilte. Gegen die Regel verstoßen hatten demnach Mineralölkonzerne wie auch freie Tankstellen. "Im nächsten Schritt werden wir jeden Verstoß aus dem Monat Mai mit einem Bußgeld belegen und behalten uns vor, diese Bußgelder in Zukunft weiter nach oben zu skalieren", kündigte Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne (SPD) an. Weiter sprach sich der Minister für eine Verschiebung des 12-Uhr-Zeitpunktes auf 20.00 Uhr aus. Der bisherige Zeitpunkt benachteilige mittelständische Unternehmen und Berufstätige. Zudem forderte Tonne einen "Spritpreisdeckel als Obergrenze". © dpa-infocom, dpa:260710-930-366838/1