Stellenabbau bei Volkswagen: Niedersachsens Wirtschaftsminister fordert Klarheit zu Plänen bei VW

Datum10.07.2026 09:10

Quellewww.zeit.de

TLDRNiedersachsens Wirtschaftsminister Tonne fordert Klarheit von Volkswagen bezüglich geplanter Stellenstreichungen und möglicher Standortschließungen. Die unklare Kommunikation des Konzerns nach einer Aufsichtsratssitzung kritisiert er, da die Belegschaft mit Unsicherheit in die Werksferien gehe. Der Betriebsrat hat VW-Chef Blume ein Ultimatum zur Stellungnahme zu Gerüchten über massive Arbeitsplatzverluste und Werksschließungen gestellt. Andernfalls sind nach der Sommerpause landesweite Betriebsversammlungen geplant, um den Vorstand zur Rede zu stellen.

InhaltVW will sparen, Tausende Jobs und womöglich auch Standorte sind gefährdet. Die Kommunikation des Autokonzerns sorgt auch in der Politik für Kritik. Nach der Aufsichtsratssitzung bei Volkswagen hat der niedersächsische Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne (SPD) schnell Klarheit zu den Sparplänen des Konzerns gefordert. Er forderte im Sender NDR Info ein "Konzept nach vorne" an und "nicht so eins, wo man glaubt zu sagen, Stellenabbau, Werksschließungen seien Teil einer Zukunftslösung". Tonne kritisierte auch, dass die Belegschaft nun "mit Unsicherheit" in die Werksferien gehe. Der Aufsichtsrat hatte nach der Sitzung am Donnerstagabend keinerlei Mitteilung herausgegeben. Der Vorstand von VW teilte lediglich mit, die "strategische Neuausrichtung" des Unternehmens werde fortgesetzt. VWs Betriebsrat hatte Konzernchef Oliver Blume am Donnerstagabend ein Ultimatum gestellt: Er müsse sich im Laufe des Freitags "unmissverständlich" zu den Gerüchten über historisch hohe Arbeitsplatzverluste und das Aus für deutsche Werke bis hin zu Gerüchten über Angriffe auf die Konzernstruktur und das VW-Gesetz äußern, sagte der Betriebsrat. Ansonsten gebe es nach der Sommerpause VW-weit und zeitgleich außerordentliche Betriebsversammlungen, um die Vorstände "dort ans Mikrophon zu zitieren", hieß es weiter. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.