Wie entscheidet der Bundesrat?: Söder: Bayern stimmt Gesundheitsreform zu

Datum10.07.2026 07:53

Quellewww.zeit.de

TLDRBayern wird der Gesundheitsreform der Bundesregierung im Bundesrat zustimmen. Ministerpräsident Markus Söder äußerte sich "schweren Herzens", betonte aber, dass Nachbesserungen, insbesondere für Krankenhäuser, erzielt wurden und das Paket zustimmungsfähig sei. Die Reform beinhaltet die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung und die Pflicht zur ärztlichen Krankschreibung am ersten Krankheitstag, was Söder verteidigte, da Missbrauch vorgekommen sei.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wie entscheidet der Bundesrat?“. Lesen Sie jetzt „Söder: Bayern stimmt Gesundheitsreform zu“. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Zustimmung des Freistaats im Bundesrat zur Gesundheitsreform der Bundesregierung angekündigt. Er werde "schweren Herzens" zustimmen, sagte Söder im ZDF-"Morgenmagazin". Die Länder hätten im Zuge intensiver Beratungen noch massive Nachbesserungen durchsetzen können, insbesondere für die Krankenhäuser, sagte Söder. "Das Paket ist jetzt unter dem Strich mit Schmerzen zustimmungsfähig." Das sogenannte Beitragsstabilisierungsgesetz für die gesetzliche Krankenversicherung soll heute sowohl im Bundestag als auch im Bundesrat zur Abstimmung gestellt werden. Offen ist noch, ob das Paket zur abschließenden Beratung auf die Tagesordnung der Länderkammer kommt. Der Bundestag müsste einen Antrag auf Fristverkürzung stellen, ob die Länder dem zustimmen, ist unklar.  Söder verteidigte die von der Koalition ebenfalls geplante Abschaffung der telefonischen Krankschreibung und die Verpflichtung zur ärztlichen Krankschreibung bereits am ersten Krankheitstag. Die telefonische Krankschreibung sei als Sonderregelung zur Entlastung der Arztpraxen in der Corona-Pandemie eingeführt worden. Es habe Missbrauchsfälle gegeben, etwa an Brückentagen. Zur Befürchtung der Hausärzte, ihre Praxen könnten überlastet werden, sagte Söder: "Es hat vorher funktioniert, es wird jetzt auch funktionieren." © dpa-infocom, dpa:260710-930-362794/2