Datum25.11.2025 20:47
Quellewww.spiegel.de
TLDRHeftige Regenfälle haben im Gazastreifen zu starken Überschwemmungen geführt, die das Leben der bereits in provisorischen Zelten lebenden Palästinenser erheblich erschweren. Ein Sprecher der Hamas rief die internationale Gemeinschaft zur Unterstützung der rund zwei Millionen Betroffenen auf. Trotz einer am 10. Oktober vereinbarten Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas kommt es weiterhin zu Gewalt. Israelische Militärs töten bei einem Einsatz im Süden des Gazastreifens fünf bewaffnete Palästinenser, die aus einem Tunnelsystem kamen.
InhaltAuch im Gazastreifen wird es Winter und das heißt vor allem eins: Regen. Viele Palästinenser leben in dem Küstengebiet aktuell nur in Zelten. Sie trifft es besonders hart. Dieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+. Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde. Heftige Regenfälle in Israel und den palästinensischen Gebieten haben auch im weitgehend zerstörten Gazastreifen für starke Überschwemmungen gesorgt. Palästinensische Medien berichteten , viele in provisorischen Zeltlagern untergebrachte Menschen in dem Küstenstreifen seien von den harten Wetterbedingungen besonders betroffen. In Videos und auf Bildern war zu sehen, wie Palästinenser sich zwischen überschwemmten Zelten bewegten und versuchten, das Wasser zu entfernen. Ein Sprecher der palästinensischen Terrororganisation Hamas rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, ernsthafte Schritte zur Unterstützung der rund zwei Millionen Menschen in dem verwüsteten Gebiet zu unternehmen. Der Winter habe begonnen, dies verschlimmere das Leid der vielen Vertriebenen auf unerträgliche Weise. Im Krieg zwischen Israel und der Hamas war am 10. Oktober eine Waffenruhe vereinbart worden. Dennoch kommt es immer wieder zu gewaltsamen Zwischenfällen, beide Seiten werfen sich Verstöße vor. Israelische Soldaten haben nach Militärangaben erst an diesem Dienstag im Süden des Gazastreifens fünf bewaffnete Palästinenser getötet. Der Vorfall habe sich im Osten der Stadt Rafah ereignet, hieß es in einer Mitteilung der Armee. Bei einem Sucheinsatz in dem Gebiet hätten die Truppen "fünf bewaffnete Terroristen identifiziert und ausgeschaltet". Diese seien offenbar aus einer "unterirdischen Terror-Infrastruktur" herausgekommen. Die Armee veröffentlichte Bilder von Schusswaffen und Munition, die bei den Männern gefunden worden seien. (Hier lesen Sie mehr zu den Hamas-Kämpfern, die noch immer in einem Tunnelsystem unter Rafah ausharren und eine Kapitulation ablehnen) Auslöser des Krieges war das beispiellose Massaker der Hamas und anderer extremistischer Organisationen in Israel, bei dem am 7. Oktober 2023 rund 1.200 Menschen getötet und mehr als 250 weitere in den Gazastreifen verschleppt worden waren. In zwei verheerenden Kriegsjahren wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde rund 70.000 Palästinenser im Gazastreifen getötet, darunter zahlreiche Frauen und Kinder. Schätzungen gehen aber noch von deutlich höheren Totenzahlen aus.