Bahnreisende brauchen Geduld: Bahn beginnt nächstes Großprojekt in Nordrhein-Westfalen

Datum10.07.2026 03:30

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Bahn beginnt ein weiteres Großprojekt in Nordrhein-Westfalen, die Generalsanierung der Strecke Troisdorf-Wiesbaden. Dies führt zu fünfmonatigen Sperrungen und einem umfassenden Ersatzbusverkehr, teilweise mit Rheinfähren. Ziel ist eine zuverlässigere und leistungsfähigere Infrastruktur. Parallel dazu wird die Strecke Köln-Wuppertal-Hagen nach ihrer Sanierung wieder freigegeben. Die Bahn plant bis 2035 zehn Generalsanierungen in NRW.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bahnreisende brauchen Geduld“. Lesen Sie jetzt „Bahn beginnt nächstes Großprojekt in Nordrhein-Westfalen“. Nach mehr als fünf Monaten Bauzeit will die Bahn die Strecke von Köln über Wuppertal nach Hagen am Freitagabend (21.00 Uhr) wieder freigeben. Gleichzeitig beginnt die Generalsanierung der Strecke von Troisdorf in die hessische Hauptstadt Wiesbaden. Genau wie zuletzt rund um Wuppertal müssen Reisende auch dort gut fünf Monate lang auf Ersatzbusse umsteigen, weil die Strecke für die Bauarbeiten voll gesperrt wird. Die Bahn verspricht ihren Reisenden, dass die Züge nach der aufwendigen Sanierung "verlässlicher und leistungsfähiger" werden. Störungen und Verspätungen sollen sich "deutlich reduzieren". Außerdem soll es für die Reisenden nach einer Generalsanierung fünf Jahre lang keine Einschränkungen durch Bauarbeiten geben. Zwischen Troisdorf und Wiesbaden sollen für 1,6 Milliarden Euro unter anderem Gleise, Weichen, Oberleitungen, Signaltechnik, Brücken, Tunnel, Bahnübergänge und Bahnhöfe modernisiert werden. Für Reisende gibt es als Ersatz für die Züge einen Busverkehr auf 13 Linien. Expresslinien sorgen für möglichst schnelle Verbindungen zwischen den großen Städten. Auch Rheinfähren sind in das Ersatzverkehrskonzept eingebunden. Sämtliche Ersatzverbindungen seien in der Online-Auskunft der Bahn und der Verkehrsverbünde berücksichtigt. Unter bahn.de/ersatzverkehr-rechter-rhein wurde eine spezielle Website zum Ersatzverkehr eingerichtet. Die Ersatzbusse sind laut der Deutschen Bahn barrierefrei, verfügen über WLAN sowie zum Teil über Toiletten an Bord. Zwischen Köln, Wuppertal und Hagen hat die Bahn in den vergangenen Monaten 81 Kilometer Gleise ausgetauscht, 50 Weichen und 29 Kilometer Oberleitung erneuert. Außerdem wurden Schallschutzwände gebaut und zwölf Bahnhöfe saniert. Dafür hat die Bahn nach eigenen Angaben 800 Millionen Euro investiert. Insgesamt plant die Bahn bis 2035 auf zehn wichtige Strecken in Nordrhein-Westfalen eine Generalsanierung. © dpa-infocom, dpa:260710-930-362024/1