Prozess um tödlichen Unfall: Mit Auto in Schülergruppe gefahren – Urteil erwartet

Datum10.07.2026 03:30

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Prozess um den tödlichen Unfall in Hürth, bei dem ein Autofahrer in eine Schülergruppe fuhr und ein zehnjähriges Mädchen sowie seinen 25-jährigen Schulbegleiter tötete, steht vor dem Urteil. Dem 21-jährigen Angeklagten wird fahrlässige Tötung und Körperverletzung vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft glaubt, er sei bei Rot über die Ampel gefahren, während der Angeklagte aussagt, er sei bei Gelb gefahren und habe das Unglück durch einen Blick zur Seite nicht verhindern können. Die Staatsanwaltschaft fordert viereinhalb Jahre Jugendstrafe, die Verteidigung plädiert auf eine milde Strafe.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Prozess um tödlichen Unfall“. Lesen Sie jetzt „Mit Auto in Schülergruppe gefahren – Urteil erwartet“. Ein Auto fährt in eine Schülergruppe und verletzt dabei ein Mädchen und einen Schulbegleiter tödlich. Gut ein Jahr nach dem schrecklichen Unfall in Hürth wird am Kölner Landgericht heute (12.00 Uhr) das Urteil im Prozess gegen den Autofahrer erwartet. Der 21-Jährige ist wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung angeklagt. Laut der Anklage soll der Deutsche mit bis zu 57 Stundenkilometern auf die Kreuzung zugefahren sein, obwohl die Ampel für ihn bereits vier Sekunden rot gezeigt hatte. Der Angeklagte habe die rote Ampel überfahren und sei "ohne abzubremsen" in die Schülergruppe gefahren. Das zehnjährige Mädchen und der 25 Jahre alte Schulbegleiter wurden von dem Auto erfasst und starben an ihren schweren Verletzungen. Der Mann hatte die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft über seinen Verteidiger im Prozess eingeräumt. Entgegen der Darstellung in der Anklage sagte er aber aus, er sei auf eine Gelb zeigende Ampel zugefahren.  Deshalb habe er Gas gegeben, um die Kreuzung noch rechtzeitig zu queren, wobei er nach links geschaut habe, um möglichen von dort kommenden Verkehr rechtzeitig zu erkennen. Als er dann wieder nach vorn geschaut habe, sei plötzlich die Schülergruppe dagewesen. Eine Kollision habe er nicht mehr verhindern können. Die Staatsanwaltschaft hat für den Angeklagten eine Jugendstrafe von viereinhalb Jahren gefordert. Der Verteidiger plädierte auf eine milde Strafe. © dpa-infocom, dpa:260710-930-362036/1