Datum10.07.2026 00:24
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnt vor einer Regierungsbeteiligung der AfD bei den anstehenden Landtagswahlen. Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner bezeichnet dies als "fatal", da die AfD ihrer Meinung nach keine Lösungen für wirtschaftliche Herausforderungen biete und Investitionen erschweren würde. Sie betont, dass Landesregierungen das lokale Investitionsklima prägen und es wichtig sei, qualifizierte Fachkräfte nicht abzuschrecken. Bei den Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin ist die AfD in den ostdeutschen Ländern in Umfragen stark.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Landtagswahlen“. Lesen Sie jetzt „Industrieverband: Regierungsbeteiligung der AfD wäre "fatal"“. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnt vor den anstehenden Landtagswahlen vor den Auswirkungen eines Rechtsrucks. "Wir hielten eine Regierungsbeteiligung der AfD für fatal", sagte BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Die AfD bietet keine überzeugende Antwort auf die zentralen wirtschaftlichen Herausforderungen des Landes. Ihr Kurs würde Investitionen erschweren, Verunsicherung schaffen und den Standort schwächen, statt Wachstum zu fördern", betonte Gönner. Im September stehen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin Landtagswahlen an. In den beiden ostdeutschen Flächenländern ist die AfD in Umfragen deutlich stärkste Kraft. In Sachsen-Anhalt macht sich die Partei gar Hoffnungen auf eine Alleinregierung. Gönner verwies zwar darauf, dass der rechtliche Rahmen für die Bedingungen am Standort vor allem von der Europäischen Union und dem Bund gesetzt werde. Sie betonte aber auch: "Doch Landesregierungen prägen das Klima eines Standorts vor Ort." Sie verwies dabei auf den zunehmenden Mangel an Arbeitskräften. "Deshalb können wir es uns nicht leisten, qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland abzuschrecken", sagte sie. © dpa-infocom, dpa:260709-930-361806/1