Datum09.07.2026 21:59
Quellewww.zeit.de
TLDRMexiko kündigt Klagen gegen die USA an, nachdem mindestens 17 mexikanische Staatsbürger bei Einsätzen oder im Gewahrsam der US-Einwanderungsbehörde ICE ums Leben kamen. Nach dem jüngsten Tod eines Mexikaners durch Schüsse eines ICE-Agenten will Mexiko eine strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen beantragen. Zudem sollen private Betreiber von Haftzentren zivilrechtlich verklagt werden, um Menschenrechtsverstößen ein Ende zu setzen.
InhaltNach dem Tod eines Mexikaners bei einem ICE-Einsatz will Mexiko rechtlich gegen die Verantwortlichen vorgehen. Damit soll Menschenrechtsverstößen ein Ende gesetzt werden. Mexiko strebt eine strafrechtliche Verfolgung wegen zahlreicher Todesfälle mexikanischer Migranten bei Einsätzen oder im Gewahrsam der US-Einwanderungsbehörden ICE an. Wie Außenminister Roberto Velasco mitteilte, seien mittlerweile mindestens 17 mexikanische Staatsbürger durch die Einwanderungsbehörde ICE oder andere US-Behörden zu Tode gekommen. Drei von ihnen seien demnach bei Abschieberazzien und 14 weitere in Migrations-Haftzentren gestorben. Die Ankündigung erfolgte wenige Tage nachdem, ein Mexikaner in Texas durch Schüsse eines ICE-Agenten ums Leben kam. Velasco sprach von einer "schmerzhaften Tragödie", auf die man nach Anweisungen der Präsidentin Claudia Sheinbaum nicht mehr nur diplomatisch reagieren werde. Stattdessen will die mexikanische Regierung unter anderem beim US-Justizministerium einen entsprechenden Antrag auf Strafverfolgung stellen. Neben der Erstattung von strafrechtlichen Anzeigen plant Mexiko zudem, die privaten Unternehmen zivilrechtlich zu verklagen, die die Haftzentren von ICE betreiben. Mit diesen Schritten wolle man zu einem Ende von Menschenrechtsverstößen in diesen Einrichtungen beitragen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.