Nach tödlichen ICE-Einsätzen: Nach Tod von Migranten in USA: Mexiko kündigt Klagen an

Datum09.07.2026 19:48

Quellewww.zeit.de

TLDRMexiko kündigt rechtliche Schritte gegen die USA wegen des Todes mehrerer mexikanischer Migranten bei Einsätzen der US-Migrationsbehörde ICE an. Außenminister Roberto Velasco zufolge starben bisher drei Mexikaner bei Abschieberazzien und 14 in Haftzentren. Mexiko will strafrechtlich gegen Verantwortliche vorgehen und private Betreiber der Haftzentren zivilrechtlich verklagen. Hintergrund ist die jüngste Erschießung eines Mexikaners bei einem ICE-Einsatz in Houston, die untersucht wird.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Nach tödlichen ICE-Einsätzen“. Lesen Sie jetzt „Nach Tod von Migranten in USA: Mexiko kündigt Klagen an“. Nach dem Tod mehrerer Mexikaner bei Einsätzen der US-Migrationsbehörde ICE will Mexiko rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen in den USA einleiten. Wie Außenminister Roberto Velasco mitteilte, sind bisher drei mexikanische Migranten bei Abschieberazzien und 14 weitere in Migrations-Haftzentren ums Leben gekommen. Velasco sprach von einer "schmerzhaften Tragödie", auf die man auf Anweisung der Präsidentin Claudia Sheinbaum nicht mehr nur diplomatisch, sondern auch juristisch vor den Staatsanwaltschaften der betroffenen Bundesstaaten sowie gegenüber dem US-Justizministerium reagieren werde. Neben der Erstattung von strafrechtlichen Anzeigen plant Mexiko die privaten Unternehmen zivilrechtlich zu verklagen, die die Haftzentren von ICE betreiben. Zuletzt war der Mexikaner Lorenzo Salgado Araujo am 7. Juli bei einem Einsatz der Einwanderungsbehörde in Houston erschossen worden. "Dieser Vorfall muss mit äußerster Ernsthaftigkeit untersucht werden", forderte Velasco.  Nach Darstellung des Heimatschutzministeriums hatte sich Salgado den Anweisungen der Beamten widersetzt, mit seinem Auto ein Einsatzfahrzeug gerammt und anschließend versucht, einen Beamten mit seinem Fahrzeug zu erfassen. Daraufhin habe ein ICE-Beamter geschossen. Familie, Bürgerrechtsorganisationen und demokratische Politiker verlangen eine unabhängige Untersuchung des Einsatzes. © dpa-infocom, dpa:260709-930-361411/1