Datum09.07.2026 17:56
Quellewww.zeit.de
TLDRBeschäftigte des Volkswagen-Werks in Zwickau äußern große Sorge und Unsicherheit angesichts möglicher Schließungspläne. Medienberichten zufolge könnte das Werk in fünf Jahren schließen, was katastrophale Folgen für die rund 8.000 Mitarbeiter hätte. Mitarbeiter wie Robin Heuer und Jessica Kölzig fühlen sich getäuscht und machen sich Sorgen um ihre wirtschaftliche Zukunft, ihre Familien und die gesamte Region, die stark von dem Werk abhängt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Sparpläne bei Volkswagen“. Lesen Sie jetzt „Beschäftigte über VW-Werk: "Wirklich alles hängt hier dran"“. Die Angst und die Unsicherheit sind groß bei Beschäftigten des Zwickauer Volkswagen-Werks angesichts drohender Schließungspläne der Konzernspitze. "Wenn das hier wegfällt, haben wir nicht mehr viel", sagte Robin Heuer, Mitarbeiter in der Inbetriebnahme des Zwickauer Werks, der Deutschen Presse-Agentur am Rande einer Protestaktion der Gewerkschaft IG Metall vor Ort. Er fühle sich "verarscht". Eine Schließung des Werks, wie sie Medienberichten zufolge in fünf Jahren drohen könnte, käme einer Katastrophe für die aktuell rund 8.000 Beschäftigten des VW-Standorts und unzählige weitere bei Zulieferern und Unternehmen im Umkreis gleich. "Also alles, wirklich alles hängt hier dran – die ganzen Zukunftsängste, Leute, die gerade noch ein Haus bauen, ist es dann das noch wert?", so der 32-Jährige. Wie sie ihrer Zukunft gestalten soll, fragt sich auch Jessica Kölzig. "Ich war hier immer sehr zufrieden und habe auch immer gedacht, dass ich bis zu meiner Rente hier arbeite – aber das sehe ich jetzt ein bisschen anders", sagte die Mitarbeiterin des VW-Werks. Es stehe viel auf dem Spiel für die 30-Jährige. "Ich habe auch eine kleine Tochter und um die mache ich mir natürlich auch Sorgen, wie ihre Zukunft dann mal aussehen wird." Sie hätte sich vorstellen können, dass auch ihre Tochter einmal eine Ausbildung im Zwickauer VW-Werk macht. "Weil das ist ja eigentlich immer ein sehr sicherer Arbeitgeber gewesen." Doch daran zweifelt sie nun. © dpa-infocom, dpa:260709-930-360988/1