Datum09.07.2026 17:08
Quellewww.spiegel.de
TLDRGelsenkirchens zweiter Bürgermeister, Norbert Emmerich (AfD), wurde abgewählt, nachdem er an einem rassistischen Video seiner Partei beteiligt war. In dem Video ließ eine AfD-Politikerin migrantisierte Menschen mit Besen und Schaufeln Straßen fegen und forderte deren Ausweisung. Die Abwahl durch den Stadtrat mit 47 zu 18 Stimmen erfolgte nach einem gemeinsamen Antrag von SPD, FDP, Grünen und CDU. Diese Parteien begründeten die Entscheidung als politische Konsequenz und lehnten menschenverachtende Grenzüberschreitungen ab.
InhaltNorbert Emmerich beteiligte sich als Gelsenkirchens zweiter Bürgermeister an einem rassistischen AfD-Video: Eine Parteikollegin degradiert darin migrantisierte Menschen. Nun verliert er seinen Posten. Der Gelsenkirchener AfD-Politiker Norbert Emmerich ist nach seiner Beiteilung an einem rassistischen Video seiner Partei als 2. Bürgermeister abgewählt worden. Die Entscheidung des Stadtrates fiel in geheimer Wahl mit 47 zu 18 Stimmen, wie ein Stadtsprecher bestätigte. Nach der Entscheidung erklärten SPD, FDP und Grüne in einer gemeinsamen Mitteilung: "Mit der Abwahl ziehen wir die notwendigen politischen Konsequenzen und machen deutlich, dass wir menschenverachtende Grenzüberschreitungen nicht akzeptieren." Die drei Parteien hatten gemeinsam mit der CDU den Abwahlantrag gestellt und diesen vorab nicht begründet. Hintergrund ist Emmerichs Beteiligung an einer Aktion der Partei: Die AfD-Politikerin Enxhi Seli-Zacharias drückte Anwohnern, denen sie einen Migrationshintergrund unterstellte, Schaufel und Besen in die Hand und ließ sie die Straßen in einem Stadtteil von Gelsenkirchen fegen. Zudem forderte sie, diese Menschen müssten die Stadt verlassen. Seli-Zacharias filmte die Aktion und veröffentlichte das sogenannte "Putz-Video" in den sozialen Medien.