Reaktivierung von Kaserne: Kommt die Bundeswehr zurück nach Cuxhaven?

Datum09.07.2026 16:31

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Bundeswehr erwägt die Reaktivierung der ehemaligen Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne in Cuxhaven für neue Wehrdienstleistende. Cuxhaven ist einer von acht möglichen Standorten bundesweit, da das Gelände gut geeignet ist. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus. Sollte die Kaserne reaktiviert werden, könnten dort bis zu 2.000 Soldatinnen und Soldaten unterkommen. Dies ist Teil der Reaktion Deutschlands auf die Bedrohung durch Russland und die Neuausrichtung der NATO.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Reaktivierung von Kaserne“. Lesen Sie jetzt „Kommt die Bundeswehr zurück nach Cuxhaven?“. Die Bundeswehr erwägt, eine ehemalige Kaserne an der niedersächsischen Küste zu reaktivieren. Die neuen Rekruten des Wehrdienstes könnten möglicherweise in der ehemaligen Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne in Cuxhaven unterkommen, teilte das Bundesverteidigungsministerium in Berlin mit. Die Kaserne gilt als einer von acht möglichen Standorten in Deutschland. Das Gelände eigne sich aufgrund seiner Lage, seiner Infrastruktur und seiner Kapazitäten besonders gut für den neuen Wehrdienst, hieß es. Eine finale Entscheidung über die Reaktivierung sei noch nicht getroffen. Man gehe bei den Planungen nun in die nächste Phase. Man werde mit allen relevanten Akteuren die Möglichkeiten und Herausforderungen einer zukünftigen Nutzung vor Ort erörtern, teilte das Ministerium mit. Die Stadt Cuxhaven begrüßt das Interesse der Bundeswehr an der ehemaligen Kaserne. Rund 2.000 Soldatinnen und Soldaten könnten dort unterkommen. Vor zwei Jahren war mal im Gespräch, die ehemalige Kaserne als Flüchtlingsunterkunft zu nutzen. Doch daraus wurde nichts. Stattdessen sollte das Gebäude abgerissen und die Fläche anders genutzt werden. Das Gesetz für den neuen Wehrdienst auf freiwilliger Basis war am 1. Januar in Kraft getreten. Alle Männer und Frauen, die volljährig werden, erhalten Fragebögen, um Eignung und Motivation für die Bundeswehr zu erheben. Junge Männer müssen den Bogen verpflichtend ausfüllen, für junge Frauen ist dies freiwillig. Deutschland reagiert damit auf die Bedrohung durch Russland und die in der Folge geänderten Nato-Ziele. So soll die aktive Truppe auf 260.000 Männer und Frauen wachsen. Ende des ersten Quartals waren es rund 185.000. Zudem soll es 200.000 Männer und Frauen in der Reserve geben. Sollten die Zielkorridore verfehlt werden, kann der Bundestag über eine Wehrpflicht entscheiden. © dpa-infocom, dpa:260709-930-360491/1