Amoktat in Schongau: Verdächtiger von Schongau war wohl vom Unterricht ausgeschlossen

Datum09.07.2026 16:31

Quellewww.zeit.de

TLDREin 16-jähriger ehemaliger Schüler bedrohte und verletzte zwei Mädchen bei einer Messerattacke an einem Gymnasium in Schongau. Der Tatverdächtige, der bereits mit Drohungen auffiel und in psychiatrischer Behandlung war, wurde kurzzeitig vom Unterricht ausgeschlossen und an eine andere Schule verwiesen. Er wurde mit einem Messer und einer Pistole aufgefunden und sitzt wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft. Die Hintergründe und das Motiv sind noch unklar. Die Schulleitung und die mutigen Helfer werden gelobt.

InhaltNach der mutmaßlichen Amoktat an einer Schule steht Schongau unter Schock, die Aufarbeitung des Geschehens steht im Fokus. Es gibt auch neue Details zum Verdächtigen. Nach der mutmaßlichen Amoktat an einer Schule im oberbayerischen Schongau werden immer mehr Details über den Tatverdächtigen bekannt. Der 16-Jährige, selbst ein ehemaliger Schüler des Gymnasiums, wurde nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa zweimal kurzzeitig und befristet vom Unterricht ausgeschlossen. Nach zahlreichen intensiven Gesprächen zwischen Eltern, Lehrern, Schulpsychologen und weiteren Fachkräften sei er dann von der Schule abgemeldet und an einer neuen Schule angemeldet worden, hieß es. Unklar ist, ob der Jugendliche schon einmal durch Gewalt gegen das Gymnasium aufgefallen war. Bei einer Messerattacke wurden zuvor auf dem Schulgelände zwei 13-jährige Mädchen schwer verletzt. Gegen den Tatverdächtigen ermittelt die Staatsanwaltschaft München II wegen versuchten Mordes. Er soll zur Haftprüfung dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Der mutmaßliche Täter sitzt in Untersuchungshaft. Bei dem 16-Jährigen waren ein Messer – die Tatwaffe – und eine Pistole gefunden worden. Wie er an die Schusswaffe kam, ist ebenso unklar wie das Motiv. Dass es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen ehemaligen Schüler des Gymnasiums handelt, hatte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) öffentlich gemacht. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) berichtete zudem, dass der 16-Jährige in der Vergangenheit in psychiatrischer Behandlung gewesen sei und zuletzt bei seinen Eltern gewohnt habe. Demnach war der Verdächtige schon in der Vergangenheit mit Drohungen aufgefallen.  Unterdessen besuchte die bayerische Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) das betroffene Gymnasium und sicherte der Schule Unterstützung zu. Sie bedankte sich zudem bei zwei Lehrkräften, die den mutmaßlichen Täter überwältigten. Schülerinnen und Schülern, die den beiden schwer verletzen Mädchen sofort zu Hilfe geeilt waren, würdigte Stolz ebenfalls. "Eines der Mädchen wäre sehr wahrscheinlich verblutet, wenn sie das nicht gemacht hätten. Also die haben ihr wahrscheinlich das Leben gerettet", sagte Stolz . "Das sind echte Helden für mich." Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.