Autoindustrie: CDU-Politiker: Kahlschlag bei VW betrifft ganz Sachsen

Datum09.07.2026 14:26

Quellewww.zeit.de

TLDRDer sächsische CDU-Politiker Marko Schiemann warnt vor gravierenden Folgen für die gesamte sächsische Autoindustrie durch Sparpläne bei VW, insbesondere am Standort Zwickau. Zulieferer in der Oberlausitz seien massiv betroffen, was zu einer Kettenreaktion führen könnte. Er fordert von VW die Fortsetzung der Produktion von Elektrofahrzeugen und fordert Verlässlichkeit. Die IG Metall protestiert bundesweit, während der VW-Aufsichtsrat über Sparpläne berät, die drohende Werksschließungen, auch in Zwickau, beinhalten.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Autoindustrie“. Lesen Sie jetzt „CDU-Politiker: Kahlschlag bei VW betrifft ganz Sachsen“. Der sächsische CDU-Politiker Marko Schiemann warnt vor dramatischen Verlusten der Autoindustrie am VW Standort Zwickau. "Dies ist keine Entwicklung, die sich allein auf die Region um Zwickau auswirkt, sondern auch auf Oberlausitzer Unternehmen Auswirkungen hat", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Zulieferer in ganz Sachsen seien betroffen. Es drohe, zu einer Kettenreaktion zu kommen. "Beim dramatischen Arbeitsplatzverlust vor 30 Jahren haben mittelständische Unternehmen der Oberlausitz eine Chance in der Zulieferindustrie für die Autobauer gefunden", betonte Schiemann. Durch Fehler auf Führungsebene des Konzerns beim Umstieg auf die Elektromobilität seien in der Oberlausitz bereits 300 Jobs verloren gegangen. Firmen wie das Motorenwerk Cunewalde, PCS Cunewalde und der Werkzeugbau Doberschau seien geschlossen worden. "Ein erneuter Arbeitsplatzverlust ist für die Oberlausitz nicht zu akzeptieren", betonte Schiemann. Der VW-Konzern müsse die Produktion vollelektrischer Fahrzeuge fortsetzen und dabei seiner Verantwortung gegenüber den Zulieferern gerecht werden. "Die Oberlausitzer Wirtschaft braucht Verlässlichkeit für die Zukunft." Die IG Metall wehrt sich mit bundesweiten Aktionen gegen drohende Werksschließungen und einen weiteren Stellenabbau bei Volkswagen. Der VW-Aufsichtsrat wollte am Nachmittag zusammenkommen, um über neue Sparpläne für den Konzern zu beraten. Vier Werken droht die Schließung, darunter dem Standort Zwickau. VW ist der größte private Arbeitgeber in Sachsen. Allein in Zwickau sind 8.000 Mitarbeiter beschäftigt. © dpa-infocom, dpa:260709-930-359520/1