Mode der Fußball-WM: Hauptsache, die Handtaschen flexen

Datum09.07.2026 13:50

Quellewww.zeit.de

TLDRBei der WM der Männer stehen modische Auftritte oft im Fokus. Spieler wie Rayan Cherki und Marcus Thuram präsentieren Luxushandtaschen von Hermès und Chanel. Trainer Hajime Moriyasu beeindruckt mit tadellosen Anzügen. Fußball-Experten und Moderatorinnen setzen auf dezente Farben, überraschen aber mit auffälligen Accessoires wie Bart Simpson Socken oder teuren Skateschuhen. Extravagante Brillen von Murat Yakin und Carlo Ancelottis unveränderter Woll-Cardigan sind weitere modische Statements. Auffällige frisurliche Trends sind blondierte Spitzen, während die dfb-auswahl mit experimentellen Looks auffällt. Côte d'Ivoire setzt modisch auf leuchtende Farben und auffällige Muster.

InhaltDie WM geht in die entscheidende Phase – und wir checken: Welcher Trainer sah am besten aus, und welche Spieler überzeugten modisch neben dem Platz? Worüber reden alle? Ein bisschen unsicher schaut Manchester Citys Rayan Cherki in die Kamera, als er auf einer Reise mit der französischen Nationalmannschaft mit seiner beigen Hermès Maxi Kelly Bag fotografiert wird. Keine Sorge, Rayan, das soll so. Auffällig viele Stars des französischen Nationalteams reisen neuerdings mit Handtasche. Ballon-d’Or-Gewinner Ousmane Dembélé trägt eine Hermès "Haut à Courroies", kurz "HAC", in Schwarz: ein Modell, so großzügig geschnitten, dass darin auch ein mittelgroßes Haustier unbemerkt mitreisen könnte. Marcus Thuram von Inter Mailand wiederum hat eine Chanel in Veloursgrün in der Hand, aus einer Kollaboration mit Pharrell Williams. Auf Modebörsen im Internet findet man ein solches Modell für 15.000 Euro. Wer schon immer Geld hatte, sucht den Luxus oft in der Stille: ein Monat Schweigekloster, eine autarke Farm irgendwo, ohne Strom. Die meisten Fußballer hingegen waren nicht schon immer reich, sie lieben es, sich die Dinge zu kaufen, von denen viele träumen: Brillanten im Ohr, eine Jacht vor Ibiza, eine rostgoldene Patek Philippe. Dabei sollte der Besitz sichtbar und exzentrisch sein. Denn in einer Zeit, in der Fans den ganzen Tag kleine Social-Media-Filmchen ihrer Stars konsumieren wollen, müssen die Stars auch in Stilfragen liefern. Gebraucht werden sogar Szenen vom Einsteigen ins Flugzeug, von der Ankunft im Teamhotel. Diese Momente gehören wahrscheinlich zu den wichtigsten Modeschauen des Instagram-Zeitalters. Zum Glück flexen die Handtaschen. Welcher Trainer glänzte stilistisch besonders? Ein Fußballtrainer kann im vollgepackten Stadion während des Spiels nicht viel machen. Die taktischen Anweisungen, die er seinen Spielern zuruft, sind ohnehin zwecklos – das hat selbst der große Pep Guardiola zugegeben, weil die Spieler sie akustisch gar nicht verstehen können. Neben den Einwechslungen bleibt einem Trainer während des Spiels also vor allem ein Job: mit seinem Look Selbstvertrauen und Kompetenz auszustrahlen. Doch wie sieht man kompetent aus? Kompetent gekleidet waren bei dieser WM leider die wenigsten Trainer. Zum Glück gab es noch Hajime Moriyasu, Japans Nationaltrainer. Wie gut der Mann angezogen ist, verrät schon ein Bild von der vorigen WM in Katar: Nach dem Ausscheiden gegen Kroatien verbeugt er sich tief vor den japanischen Fans, fast im 90-Grad-Winkel – und sein Anzug sitzt tadellos. Der Rücken bleibt ruhig, das Sakko wirft keine Querfalten, die Schultern behalten ihre Form, die Ärmel drehen sich natürlich mit, die Hose fällt sauber. 4:0 für Moriyasus Schneider. Auch bei dieser WM hat Moriyasu die Zuschauer mit subtiler Eleganz verwöhnt: dunkle Anzüge, helle, manchmal gestreifte Hemden, dunkle Krawatten. Am Spielfeldrand stand er häufig ohne Jackett, dafür in einer geschneiderten Weste. Als Japan gegen Brasilien ausschied, gab es wieder eine Verbeugung – und wieder saß alles. Moriyasu hat etwas geschafft, was man leider nicht über alle bei dieser WM sagen kann: Er hat sein Land würdevoll vertreten. Wer stach bei den Expertenrunden modisch hervor? Beim Ankleiden orientieren sich Moderatoren und Fußballexpertinnen stark an der Statistik des Kraftfahrt-Bundesamts. Die beliebtesten Lackfarben bei Neuzulassungen in Deutschland: Grau/Silber, Schwarz, Weiß und Blau. Autos in diesen Farben lassen sich am besten wiederverkaufen, sie sprechen die breiteste Zielgruppe an. Auch die ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein (KMH) hält sich über weite Strecken an diese Regel, manchmal – umwelttechnisch zu begrüßen – trägt sie nicht nur dieselben Farben, sondern auch dieselben Outfits. Sowohl beim ersten als auch beim letzten Spiel der deutschen Nationalmannschaft trug sie eine marineblaue Bluse zu einer marineblauen Hose, zurückhaltend, wie ihre Kollegen auf der Couch. Als die Fernsehkamera beim Auftaktspiel jedoch aufzog, kam zum Vorschein: KMH trug Strümpfe mit Bart-Simpson-Motiv. Im Netz wurde diese Sockenwahl rege diskutiert, womöglich gar reger als der Sieg Deutschlands gegen Curaçao. Dabei ging in der Diskussion die genaue Analyse des Motivs völlig unter: Bart Simpson ruhte nicht einfach nur, er fuhr auf einem Skateboard. Voller Konzentration streckt er seitlich seine Zunge heraus. Eine Hand liegt auf dem fast senkrechten Skateboard, die andere nach Gleichgewicht ringend in der Luft, und nicht mit Sicherheit lässt sich sagen: Geht es auf- oder abwärts? Wird das alles hier gut ausgehen oder schlecht? Elf Tage später, als Deutschland gegen Ecuador antrat, offenbarte die Kameratotale KMHs Turnschuhe: Sie waren nicht nur klobig – jene Art aufgeblähter Schuh, den 15-Jährige zum Skaten anziehen –, sondern auch giftgrün. Der Hersteller war auf den ersten Blick nicht erkennbar, der Anmutung nach könnte es sich um eine billige Replika einer bekannten Skatemarke handeln. Eine Bildrückwärtssuche jedoch ergibt: Giuseppe Zanotti, 750 Euro, aktuell auf 525 Euro reduziert. Das Bemerkenswerte an der Schuhwahl aber natürlich ist nicht der Preis, sondern ihre prophetische Aussage. Es gibt genau einen Grund, warum Skateschuhe dick gepolstert sind. Sie sollen die harte Landung abdämpfen. Welches Accessoire muss man einfach nachkaufen? Murat Yakins Brille, wobei man das eigentlich im Plural formulieren müsste. Denn der Schweizer Bundestrainer fällt nun bereits seit Jahren mit extravaganten Modellen am Spielfeldrand auf, zuletzt im Achtelfinale beim 4:3 nach Elfmeterschießen gegen Kolumbien mit einem sandfarbenen Modell des Schweizer Herstellers Götti. Ob ein absoluter Bestager wie Yakin es wirklich nötig hat, zwecks auffälliger Brillenmodelle zusätzlich Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, sei dahingestellt. Mit den grauen, zurückgekämmten Haaren, der breiten Nase und den markanten Wangenknochen landet der 51-Jährige physiognomisch irgendwo zwischen George Clooney und James Bond. Fast zu viel des Guten! Da bieten seine exzentrischen Brillen dem Auge eine wohltuende Pause von all der männlichen Schönheit. Eine visuelle Lockerungsübung, die die schmerzhafte Erkenntnis über das eigene Bierbäuchlein nach dem ersten Schock angesichts Yakins fast wieder vergessen macht. Aber das bitte nicht: So ein durchsichtiges Plastikcape, wie Graham Arnold, der australische Trainer des Irak, es von seinem lieben Assistenten übergezogen bekam während der sintflutartigen Regengüsse beim Spiel seines Teams gegen Frankreich, so ein Einmal-Regencape kriegt man, dachte man bislang immer, ausschließlich in Rom, Venedig oder Florenz, wo das Modell schon mit dem Fallen des ersten Tropfens sofort an jeder Straßenecke zum Verkauf angeboten wird von denselben Typen, die Minuten zuvor noch irgendwelche Aufzieh-Spielzeugroboter feilboten. Wo, haben wir uns oft gefragt, bekommen die diese witterungsbedingte Ware eigentlich so wahnsinnig schnell her? Antwort: von dort, wo auch Graham Arnolds Assistent das durchsichtige Cape plötzlich herhatte. Aus irgendeinem Zauberland, zu dem wir keinen Zugang haben. Es muss eine Art transdimensionales Portal geben, aus dem eine hilfreiche Hand solche Capes herüberreicht, an fliegende Händler oder Assistenten. Freilich hasste Arnold das Ding ganz offenkundig, er behielt es keine drei Sekunden an, bevor er es sich wieder vom Leib riss. Wir wissen nicht, warum. Hielt das Cape nicht dicht oder fühlte sich Arnold in diesem "Kleidungsstück" aus Stilempfinden nicht wohl, immerhin trug er ja einen schönen, dunklen Anzug darunter? Das wäre nachvollziehbar, aber unzeitgemäß. Die gegenwärtige Mode, Mr. Arnold, lebt vom Ratespiel! Hat dieses Teil jetzt drei Dollar gekostet oder dreitausend? Ist das Müll oder Avantgarde? Ah! Vielleicht sind wir selbst reingefallen, und das Cape von Arnold war nie transdimensional, sondern von Balenciaga. So oder so: Der Trainer mochte es nicht, und der ganze Tag endete dann noch mieser für ihn: Mbappé, Mbappé, Dembélé. Drei zu null für Frankreich. Wer lässt sich von Trends nicht beeinflussen? Natürlich Carlo Ancelotti. Wenn schon Italien nicht dabei ist, dann war es wenigstens ein gut gekleideter Italiener. In Brasilien wurde er zwar vom Carletto zum Carlinho, doch an der Seitenlinie ist er immer noch Don Carlo, wenn er im dunklen Dreiteiler samt Krawatte am Spielfeldrand steht. "Wenn man Vito Corleone in Der Pate sieht, sieht man dann einen schwachen, stillen Mann oder einen ruhigen, mächtigen Mann, der seine Situation im Griff hat?", schreibt Ancelotti in seiner Autobiografie. Dabei ist der Dreiteiler streng genommen gar keiner: Die vermeintliche Weste ist nämlich ein ärmelloser Woll-Cardigan, mit großen schimmernden Knöpfen. Und, wie seine Tochter vor ein paar Jahren verriet: seit 2014 derselbe! Darin gewann Ancelotti damals mit Real Madrid die Champions League und hat sich seither nicht davon getrennt. Ancelotti selbst sagte, er wolle ihn erst ausmustern, wenn er "seine Energie verliert". Wer genau hinsah, konnte ihn an der WM wiedererkennen. Wie ein Wollkleidungsstück zwölf Jahre spanische Sommer, englischen Regen und jetzt auch noch eine WM in Nordamerika überleben kann, bleibt ungeklärt. Nun ja, nach der Niederlage gegen Norwegen, sollte er sich vielleicht doch von seinem Talisman trennen? Sein Sohn Davide, der ihm bei der Seleção als Co-Trainer assistiert, hat mal erzählt, wie er seinen Vater bei einem Real-Spiel in Madrid anflehte, bei den gefühlten 100 Grad auf der Bank bitte wenigstens sein Jackett auszuziehen. Keine Antwort. Vielleicht beherrscht der Dottore, wie weise Männer in Italien genannt werden, die italienische Kunst der Sprezzatura besser als jeder andere. Also so auszusehen, als koste ihm gar nichts Mühe. Nicht einmal ein Woll-Cardigan im Hochsommer. Und wenn der Gegner dann doch noch Hoffnung schöpft, hebt sich irgendwann Ancelottis linke Augenbraue. Und die Partie ist gelaufen – solange nicht Erling Haaland spielt.  Was geht auf den Köpfen? Spätestens seitdem die Spieler alle dieselben pinken Schuhe tragen, sind Haare neben der Trikotnummer das letzte äußerliche Distinktionsmerkmal auf dem Spielfeld. Wer die volle Aufmerksamkeit auf sich ​ziehen will, sollte also mit seinem Kopf herausstechen. Wurde in der Vergangenheit dafür zu Farben oder eigenwilligen Rasuren gegriffen (man erinnere sich an Neymars pinke Mähne oder Ronaldos rasiertes Dreieck), ist die Frisur der Wahl für ein bisschen Extraaufmerksamkeit bei dieser WM eine, die aussieht, als habe man die Spieler genommen und kopfüber durch Zuckerguss gezogen: blondierte Spitzen. Yan Diomande trägt sie. Nico Williams trägt sie. Lamine Yamal trägt sie. Als Dreads, als Braids oder wie sie nun mal gewachsen sind. Blondierte Spitzen sind dezenter als bunte Farben oder wilde Rasuren. Sie kreischen weniger nach Aufmerksamkeit, sind aber doch auffällig. Und dadurch, dass sie aussehen, als sei der Spieler seit einem halben Jahr gar nicht beim Friseur gewesen, strahlen sie eine subtile Fokussiertheit aus, so einen Ich-hatte-keine-Zeit-für-irgendwelche-oberflächlichen-Befindlichkeiten-ich-habe-die-ganze-Zeit-trainiert-Vibe. Am allerbesten von allen stehen sie Tahith Chong, einem Spieler aus Curaçao. Die blonden Spitzen umranden seine wallende Lockenmähne wie einen Heiligenschein. Beim Spiel gegen Deutschland sah es 90 Minuten aus, als würde eine Pusteblume durchs Spielfeld tänzeln. Jeder Blick auf ihn machte glücklich. Und die Deutschen? Zeigten auch modisch erschreckende Parallelen zum Turnierverlauf. Bei ihrer Ankunft in den USA gefeiert, unter anderem mit Florian Wirtz im ärmellosen Automechaniker-Core, Malik Thiaw in einer weißen Lederjacke mit verwaschenen Deutschlandflaggen auf den Schultern, Nick Woltemade mit bunten Scoubidou-Flechtbändern an den Gürtellaschen. Außerdem: Es wurde durch die Bank stilsicher dreiviertelgehost (ja ja, die sind zurück). "Soccerbible" (5,5 Millionen Follower auf Instagram) stellte fest, Deutschland habe gerade vielleicht die besten fits im game. Eine Freundin sagte letztens, sie habe beim Anblick der Bilder das einzige Mal während dieser WM so etwas wie Nationalstolz gespürt. Wir sind wieder wer – zumindest sehen wir so aus. Nach dem Ende des Curaçao-Spiels aber: Kipppunkt um die Frage, welches der drei Nagelsmann-Shirts auf die Eins? Das schlichte DFB-Trainingstrikot aus der Vorbesprechung (2)? Das beige-schwarz gestreifte Poloshirt aus Halbzeit eins (3)? Das schwarze Oversize-Shirt mit Namen von Fans hinten drauf aus Halbzeit zwei (1)? Alle drei, aber so semigut von der Passform her. Liegt es am Trainer oder an den Umständen? Das ist ja sowieso die große Frage des Turniers. Welches Outfit konnte man guten Gewissens verpassen? Das von Guy Parmelin. Bitte, wer? Das fragten ihn auch viele, denen er sich im Stadion anlässlich des Schweiz-Spiels gegen Algerien erst einmal vorstellen musste. Guy Parmelin ist der Schweizer Bundespräsident. Das ist man immer nur maximal ein Jahr lang am Stück, weshalb nur wenige wissen, wer gerade im Amt ist. Das passt zur außenpolitischen Strategie der Schweiz: nie auffallen und im entscheidenden Moment geräuschlos seinen Vorteil sichern. Entsprechend zurückhaltend fiel auch Parmelins Garderobe aus. Schlichter Anzug und Karohemd, schließlich ist er ausgebildeter Winzer. Immer höflich, dezent, unauffällig. Schweizerisch eben. Doch bei der Kopfbedeckung machte er eine große Ausnahme. Er trug eine rote Mütze mit großen, weißen Lettern drauf, die auf den ersten Blick wie eine Maga-Mütze aussieht ("Make America Great Again"). Auf den zweiten sah man dann direkt, dass da "Switzerland great since 1291" draufsteht. Ha, ha – ha. Amüsiert zeigte sich darüber jedenfalls auch Gianni Infantino, der bekanntlich seines guten Humors wegen so berühmt geworden ist. Für viele Schweizer war die Kappe eine gelungene Persiflage auf Donald. Andere störten sich eher an der Jahreszahl: 1291 verweist auf den Gründungsmythos der Eidgenossenschaft, nicht auf die Gründung des modernen Bundesstaats im Jahr 1848. Stilistisch löste die Mütze im Modeland Schweiz komischerweise kaum Empörung aus. "Bundespräsident Parmelin hat diesen Hut vor längerer Zeit als Geschenk erhalten. Er hat sich entschieden, diesen als rot-weissen Fanartikel zu tragen", ließ sein Büro ausrichten. Parmelin will also nicht einmal zur Trump-Provokation stehen. Wer sind die Mode-Weltmeister der Herzen? Grau is’ im Leben alle Theorie – aber entscheidend is’ auf’m Platz? Klingt gut, ist aber nur fast richtig. Auf dem Platz hat das Team der Männer-Nationalmannschaft aus Côte d'Ivoire bei dieser WM einen echten Banger getragen, zugegeben: ein Puma-Trikot in knalligem Orange, mit Leopardenprint! Dazu grüne Akzente im Nacken, unterm Arm und auf den Socken. Eine Ausstattung mit klarem Bezug zum Land, das sie repräsentiert – und auch vor dem Schlagen einer langen Flanke in der Ferne gut erkennbar. Aber entscheidend is das nicht, entscheidend is in diesem Fall neben dem Platz. Denn auch dort bekam die Mannschaft Côte d'Ivoires ein Outfit auf den Leib geschneidert, von ihrem Landsmann Ibrahim Fernandez.  Auf ihren Reisen von Stadion zu Stadion trugen die Spieler fließende Hosen, natürlich elfenbeinfarben, genau wie das Hemd mit schwungvollem Stehkragen. Das Statement-Piece aber war das Jackett: leuchtend gelb-orange gebatikt, auf grob gewebtem Stoff. Ein riesiger Elefant auf dem Rücken, vorn zwei kleine goldene als Knöpfe. Mut zum Spielerischen, pun intended, bravo! Ach so, dazu gab’s natürlich noch eine grüne Tasche für jeden, um die Nationalfarben zu vervollständigen. Die Kunst dieses Outfits liegt darin, dass es am einzelnen Spieler schon gut aussieht, aber im Kollektiv noch einmal stil- und kraftvoller wirkt. Das Gegenteil also zu den skinny Chinos mit weißen Sneakern in der deutschen Fußballfernsehlandschaft.