Datum09.07.2026 12:20
Quellewww.zeit.de
TLDRDer bayerische Maschinenbau erzielte 2023 einen Rekordumsatz von 70 Milliarden Euro, ein Anstieg von 7 Prozent, hauptsächlich getrieben durch das starke Auslandsgeschäft. Dieser Trend setzt sich 2024 fort, trotz eines rückläufigen Inlandsgeschäfts und eines Auftragsmangels bei fast 60% der Unternehmen. Die Kapazitätsauslastung ist auf dem niedrigsten Stand seit der Pandemie. Der Branchenverband betont die Bedeutung offener Märkte und neuer Freihandelsabkommen für weiteres Wachstum.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Industrie“. Lesen Sie jetzt „Rekordumsätze für bayerischen Maschinenbau“. Nicht überall ist Krise: Der bayerische Maschinenbau hat im vergangenen Jahr so hohe Umsätze gemacht, wie nie zuvor. Laut Branchenverband VDMA Bayern ging es um rund 7 Prozent auf 70 Milliarden Euro nach oben. Bisheriges Rekordjahr war 2023 mit 68,8 Milliarden. Treiber des Anstiegs war das Auslandsgeschäft, das von 42 auf 46,7 Milliarden Euro zulegte, der Inlandsumsatz sank dagegen leicht. Inzwischen macht das Auslandsgeschäft damit fast 70 Prozent der Umsätze der Branche aus. Auch die bisherige Geschäftsentwicklung 2026 macht laut VDA "vorsichtig optimistisch". Die Auftragseingänge lagen von Januar bis Mai um 3 Prozent über dem Vorjahreswert. Auch hier treibt das Auslandsgeschäft, insbesondere mit den Ländern außerhalb der EU, wo ein Plus von 15 Prozent erreicht wurde. Das Inlandsgeschäft schwächelt dagegen mit einem Minus von 8 Prozent. Trotz positiver Impulse berichten laut VDMA knapp 60 Prozent der Unternehmen von einem Auftragsmangel. Die Maschinen seien im Schnitt zu weniger als 80 Prozent ausgelastet. Das sei der niedrigste Wert seit den Pandemiejahren und auch die Beschäftigung sei leicht rückläufig. "Die internationale Lage bleibt herausfordernd", sagt der Vorsitzende des VDMA Bayern, Christian Lau. "Umso wichtiger sind offene Märkte, verlässlicheHandelsbeziehungen und neue Freihandelsabkommen. Sie stärken die Resilienz unserer Unternehmen und eröffnen zusätzliche Wachstumschancen." © dpa-infocom, dpa:260709-930-358484/1