Datum09.07.2026 11:17
Quellewww.zeit.de
TLDRWerder Bremen prioritisiert Sicherheit vor Geschwindigkeit beim Wiederaufbau seiner eingestürzten Tribüne. Die Weser-Stadion GmbH betont, dass eine baulich korrekte Reparatur oberste Priorität hat, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten. Ein genauer Zeitplan für die Wiedereröffnung existiert noch nicht. Das erste Heimspiel der Bundesliga-Saison ist jedoch nicht gefährdet, auch wenn die Freigabe des betroffenen Tribünenbereichs ungewiss ist. Verantwortlich für die Reparaturkosten ist die Betreibergesellschaft, nicht der Verein.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Fußball-Bundesliga“. Lesen Sie jetzt „Werder setzt nach Tribüneneinsturz auf Sorgfalt statt Tempo“. Fußball-Bundesligist Werder Bremen setzt nach dem Teileinsturz einer Tribüne im Weserstadion beim Wiederaufbau auf Sicherheit als auf Schnelligkeit. "Es gilt einfach: Sorgfalt vor Zeit. Das Ganze muss wieder vernünftig und baulich richtig behoben werden, damit alle Besucher, die danach kommen, sich keine Gedanken machen müssen, ob sie auf einer unsicheren Tribüne sitzen", erklärte Hans-Jörg Otto, Geschäftsführer der Bremer Weser-Stadion GmbH, in einer Medienrunde. "Das hat Priorität eins." Einen möglichen Zeitplan, wann die Tribüne wieder freigegeben wird, gibt es nicht. Dies herauszufinden, ist "im Moment unsere Hauptaufgabe", sagte Otto wenige Stunden nach dem Teileinsturz. "Wir stehen zwei Monate vor dem Saisonstart. Die Frage ist: Wie schnell kriegen wir das Ganze wieder hin?" Gefährdet ist das erste Bundesliga-Heimspiel gegen RB Leipzig (4. bis 6. September) nicht. Dies gilt auch für das Testspiel gegen den französischen Erstligisten AJ Auxerre zuvor am 15. August (14.30 Uhr) sowie eine Woche später am 22. August (15.30 Uhr) in der ersten DFB-Pokalrunde zwischen dem Bremer Cupsieger SV Hemelingen und Zweitligist Hannover 96. Ob die teil eingestürzte Tribüne im Oberrang Block 53 zwischen der Ost- und Südtribüne dann freigegeben werden kann, ist ungewiss. "Wir sind noch in dem Prozess, aber wir sind im Moment doch relativ zuversichtlich, dass es nur diesen kleinen Bereich betrifft", sagte Otto. Keine Angaben konnte die Bremer Weser-Stadion GmbH über mögliche Kosten durch den Einsturz machen. Werder Bremen muss die Ausgaben nicht tragen. Der Club ist nicht für die Bauarbeiten verantwortlich, sondern die Betreibergesellschaft. Im Rahmen von Umbaumaßnahmen in einem Teil des VIP-Bereiches, bei dem Fensterscheiben entfernt werden sollten, wurde am Mittwoch unbeabsichtigt eine tragende Säule beschädigt. Dadurch kam es zu einem Teileinsturz. © dpa-infocom, dpa:260709-930-358020/1