Datum09.07.2026 10:26
Quellewww.zeit.de
TLDRDas erste Brückenteil der neuen Schleibrücke Lindaunis wurde montiert. Die über 246 Millionen Euro teure kombi-Brücke für Bahn und Straßenverkehr soll die Regionalanbindung verbessern. Trotz starker Kostensteigerungen loben Politiker den sichtbaren Baufortschritt. Die Freigabe für den Zugverkehr ist für August 2027 geplant, für den Straßenverkehr Ende 2027.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Verkehrsprojekt“. Lesen Sie jetzt „Erstes Brückenteil der neuen Schleibrücke sitzt“. Der Bau der neuen Schleibrücke Lindaunis kommt voran. Die 120 Tonnen schwere Vorlandbrücke Nord wurde von einem Schwimmkran an ihren Platz gehoben und montiert. Die neue Verbindung soll im kommenden Jahr für den Verkehr freigegeben werden. Das Projekt geriet in den vergangenen Wochen wegen starker Kostensteigerungen in den Fokus der Landespolitik. Die Deutsche Bahn rechnet jetzt mit Gesamtkosten von rund 246 Millionen Euro. Zuvor war von 84 Millionen Euro Baukosten ausgegangen worden. Die kombinierte Eisenbahn- und Straßenbrücke verbindet die Kreise Rendsburg-Eckernförde (Schwansen) und Schleswig-Flensburg (Angeln). "Die Brücke bringt mehr Platz und mehr Zuverlässigkeit für Bahn, Auto, Rad und Fußweg", so die Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für den Norden, Ute Plambeck. Ein Teil der Brücke kann hochgeklappt werden, um Booten und Schiffen auf der Schlei die Durchfahrt zu ermöglichen. Schleswig-Holstein Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) sieht ein wichtiges Signal, weil der Baufortschritt sichtbar werde. "Die neue Brücke wird aufgrund wegfallender Umwege die Verkehrsverhältnisse in der Region deutlich verbessern", erklärte er. Laut Bahn ist die Freigabe für den Zugverkehr für August 2027 geplant. Die Inbetriebnahme der Brücke für den Straßenverkehr soll bis Ende 2027 folgen. Die neue Brücke wird nach früheren Angaben der Bahn deutlich breiter als die bestehende. Sie erhält einen von der Fahrbahn abgetrennten Geh- und Radweg und zwei Fahrbahnen für den Autoverkehr. In einer der Fahrbahnen wird das Gleis für Züge integriert. Wartezeiten entstehen für Autos dann nur noch, wenn Züge passieren oder die Brücke für den Schiffsverkehr geklappt wird. © dpa-infocom, dpa:260709-930-357626/1