Jahresbilanz der Bundespolizei: Bundespolizei hat mehr Gewaltdelikte registriert

Datum09.07.2026 06:47

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Bundespolizei verzeichnete 2025 einen leichten Anstieg von Gewaltdelikten um über vier Prozent auf rund 35.400 Fälle, darunter Körperverletzung und Raub. Die Gesamtzahl der Straftaten sank jedoch um sechs Prozent auf 604.700, hauptsächlich bedingt durch weniger Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz. Sexualdelikte blieben mit 2.828 Fällen nahezu konstant. Bei bekannten Tatverdächtigen waren 53 Prozent deutsche Staatsangehörige.

InhaltDie Jahresstatistik der Bundespolizei zeigt einen leichten Anstieg von Gewaltdelikten. Weniger Verstöße gab es gegen das Aufenthaltsgesetz. Die Bundespolizei hat im vergangenen Jahr mehr Gewaltdelikte an Bahnhöfen und anderen Orten, an denen sie für die Sicherheit zuständig ist, festgestellt. Wie aus dem Jahresbericht 2025 hervorgeht, stieg die Zahl der Gewaltdelikte im Vergleich zum Vorjahr um etwas mehr als vier Prozent auf rund 35.400 Fälle. Damit sind Gewaltdelikte wie Körperverletzung und Raub gemeint, Straftaten gegen das Leben, Widerstand gegen die Staatsgewalt sowie Straftaten gegen die persönliche Freiheit und Taten, die sich gegen die öffentliche Ordnung richten. Sexualdelikte werden separat erfasst, hier ist die Zahl mit 2.828 Delikten nahezu gleich geblieben. Bei Gewaltdelikten mit bekannten Tatverdächtigen lag der Anteil deutscher Staatsangehöriger demnach bei 53 Prozent. Ein Messer wurde bei nur knapp vier Prozent aller Gewaltdelikte mitgeführt. Insgesamt registrierte die Bundespolizei in ihrem Zuständigkeitsbereich weniger Straftaten als im Jahr davor. Es waren insgesamt 604.700, ein Rückgang von rund sechs Prozent. Das liegt laut der Bundespolizei vor allem daran, dass es weniger Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz gab, also beispielsweise unerlaubte Einreisen. Die Bundespolizei ist in Deutschland an Bahnhöfen, an 13 Flughäfen und an den Grenzen zuständig. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.