Schwarzarbeit: Vier Millionen Euro in bar - Razzia bei Dresdner Baufirma

Datum25.11.2025 17:14

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Dresden und Mittelsachsen fanden Razzien bei einer Baufirma statt, die verdächtigt wird, umfangreiche Schwarzarbeit betrieben zu haben. Sechs Verantwortliche stehen im Fokus, da ihnen vorgeworfen wird, zwischen 2021 und 2024 Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuer hinterzogen zu haben. Unklarheiten bestehen über hohe Umsätze und gleichzeitig niedrige Lohnkosten. Bei den Durchsuchungen wurden fast vier Millionen Euro in bar und relevante Unternehmensunterlagen sichergestellt. Über 140 Beamte waren an den Einsätzen beteiligt, die Ermittlungen dauern an.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Schwarzarbeit“. Lesen Sie jetzt „Vier Millionen Euro in bar - Razzia bei Dresdner Baufirma“. Wegen des Verdachts umfangreicher Schwarzarbeit haben die Staatsanwaltschaft und das Hauptzollamt mehrere Gebäude in Dresden und Mittelsachsen durchsucht. Wie beide Behörden mitteilten, stehen sechs Verantwortliche einer im Garten-, Landschafts- und Tiefbau tätigen Dresdner Firma im Fokus der Ermittlungen. Ihnen wird vorgeworfen, zwischen 2021 und 2024 Sozialversicherungsbeiträge nicht abgeführt und Lohnsteuer hinterzogen oder Beihilfe dazu geleistet zu haben. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen die Beschuldigten dafür ein Geflecht aus Vorgänger- und Nachfolgefirmen sowie Subunternehmen genutzt haben. Die Firmen hätten einerseits hohe Umsätze erwirtschaftet, gleichzeitig aber auffällig geringe Lohn- und Subunternehmerkosten gemeldet. Zudem seien knapp vier Millionen Euro in bar ausgezahlt worden. Die Beschuldigten sind im Alter von 30 bis 50 Jahren. Auf Grundlage von Gerichtsbeschlüssen durchsuchten Einsatzkräfte am Mittwoch 16 Geschäfts- und Wohnräume. Dabei wurden Geschäftsunterlagen, Computer, Speichermedien und Mobiltelefone sichergestellt. Zudem ordneten die Behörden Vermögensarreste in sechsstelliger Höhe an und ließen die Geschäftskonten der betroffenen Firma pfänden. An dem Einsatz waren mehr als 140 Kräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit, der Staatsanwaltschaft und des Finanzamts beteiligt. Die Bundespolizei unterstützte die Durchsuchungen mit rund 80 zusätzlichen Kräften. Die Ermittlungen dauern an. © dpa-infocom, dpa:251125-930-340174/1