Krisenmanagement: Regierender: Habe mich für Darstellung entschuldigt

Datum08.07.2026 19:09

Quellewww.zeit.de

TLDRBerlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hat sich für eine ungenaue Darstellung seiner Kommunikation während des Stromausfalls Anfang Januar entschuldigt. Er räumte ein, dass zunächst der Eindruck entstanden sei, er habe vormittags dienstlich telefoniert, was nicht der Fall war. Der Austausch erfolgte hauptsächlich per Textnachrichten. Wegner betont, er lerne aus Fehlern und sei dankbar für die schnelle Bewältigung der Krise.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Krisenmanagement“. Lesen Sie jetzt „Regierender: Habe mich für Darstellung entschuldigt“. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat sich noch einmal zu seinen bisherigen Angaben zu seinen Telefonaten am Tag des großen Stromausfalls Anfang Januar geäußert. "Durch meine Aussagen Anfang Januar ist ein Eindruck entstanden, den ich bis heute sehr bedauere", teilte er auf der Plattform X mit. Er habe am 3. Januar vor 13.00 Uhr zwei Telefonate geführt und darüber hinaus vor allem per Textnachrichten kommuniziert.  Darüber habe er bereits im März mit den Zeitungen "Bild" und "B.Z." gesprochen und sich dafür bei den Berlinerinnen und Berlinern entschuldigt. "Für mich ist entscheidend, aus Fehlern zu lernen und es künftig besser zu machen", schrieb Wegner weiter in dem X-Beitrag.  Am Ende habe Berlin die Stromkrise deutlich schneller bewältigt als zunächst angenommen wurde. "Das zählt für mich", betonte der Regierende Bürgermeister. Sein Dank gelte allen, die daran beteiligt waren.  Wegner stand am Dienstag erneut wegen seiner Kommunikation über den ersten Tag des Stromausfalls im Fokus. Anders als zunächst behauptet, habe der CDU-Politiker am 3. Januar vormittags nicht dienstlich zu dem Blackout telefoniert, wie der "Tagesspiegel" mit Berufung auf Informationen der Senatskanzlei berichtete. Vor 12.45 Uhr sei kein Telefonat geführt worden.  "Vielmehr fand der Austausch per Textnachrichten statt", teilte die Senatskanzlei der Zeitung mit. Um 12.45 Uhr telefonierte Wegner demnach mit Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey. Im Interview mit Welt TV hatte Wegner am 7. Januar gesagt: "Ich habe in der Tat um 8.08 Uhr begonnen, die Telefonate zu führen. Ich habe mit den Krisenstäben telefoniert, mit Stromnetz."  Daran kamen jedoch bald Zweifel auf. Der "B.Z." sagte Wegner am 24. März: "Ja, ich habe kommunikative Fehler gemacht und möchte mich dafür bei allen Berlinerinnen und Berlinern entschuldigen." Die Zeitung berichtete damals, Wegner habe vormittags über Textnachrichten mit seinem Stab kommuniziert, erwähnte aber kein dienstliches Telefonat. © dpa-infocom, dpa:260708-930-355420/1