Schongau in Bayern: Was über die Messerattacke von Schongau bekannt ist

Datum08.07.2026 17:44

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Schongau wurden zwei 13-jährige Mädchen in einem Gymnasium lebensgefährlich mit einem Messer verletzt. Ein 16-jähriger Jugendlicher, mutmaßlich ein ehemaliger Schüler und in psychiatrischer Behandlung gewesen, wurde festgenommen. Die Polizei ermittelt wegen eines Einzeltäters und prüft mögliche Vorbeziehungen sowie frühere Drohungen. Mehrere Schüler erlitten Schock und werden psychologisch betreut.

InhaltIn einem Gymnasium werden zwei 13-jährige Mädchen mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Die Polizei nimmt einen Jugendlichen fest. Was ist über die Tat bekannt? Die Polizei ist in Schongau nach einem Notruf mit einem Großaufgebot zum Welfen-Gymnasium ausgerückt. Dort fanden sie zwei lebensgefährlich verletzte 13-Jährige vor. Ein 16-Jähriger wurde festgenommen. Nachdem anfänglich vom Verdacht einer möglichen Amoklage gesprochen wurde, wurde auch ermittelt, ob sich die Jugendlichen auch näher kannten. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte ein Polizeisprecher. Ein Überblick  Um 12.50 Uhr hat ein Notruf über eine Gewalttat am Welfen-Gymnasium in Schongau in Oberbayern die Polizei erreicht. Die Polizei ging zunächst von einem Amoklauf aus und rückte mit einem Großaufgebot an. Sie fanden vor Ort zwei lebensgefährlich verletzte 13-Jährige. Kurz darauf nahm die Polizei einen Jugendlichen fest, der vermutlich der Täter ist. Der 16-Jährige war nach ersten Erkenntnissen mit einem Messer und einer Pistole bewaffnet, wie Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa wurde keine Schusswaffe gefunden, wohl aber Munition. Die Tatwaffe sei ein Messer gewesen, sagte ein Polizeisprecher laut Nachrichtenagentur dpa. Die Menschen im Ort wurden dazu aufgerufen, das Areal zu meiden. Das Welfen-Gymnasium liegt nur wenige Hundert Meter von Altstadt und Lech entfernt. In direkter Nachbarschaft gibt es auch eine Grund-, Mittel- und Realschule. Schongau ist eine Kleinstadt am Ufer des Lechs im westlichen Oberbayern mit mehr als 12.000 Einwohnern. Die Polizei hat direkt nach der Tat einen 16-jährigen Jugendlichen festgenommen, bei dem es sich sehr wahrscheinlich um den Täter handelt. "Derzeit gehen wir von einem allein handelnden Täter aus", sagt ein Polizeisprecher. "Hinweise auf weitere Tatbeteiligte liegen nicht vor." Laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) gibt es Hinweise darauf, dass es sich um einen ehemaligen Schüler des Gymnasiums handelt. Der Festgenommene war nach Angaben von Hermann in der Vergangenheit in psychiatrischer Behandlung. Er lebte bei seinen Eltern. Das Motiv für die Tat bleibt zunächst jedoch unklar. Die Polizei prüft, ob es zwischen dem Jugendlichen und den beiden verletzten Mädchen eine Vorbeziehung gegeben hat. Die Polizei ermittelt zum Motiv – wie ein Sprecher betont – in alle Richtungen. Möglicherweise sei der 16-Jährige in der Vergangenheit schon durch Drohungen aufgefallen, sagte Herrmann am Rande einer Veranstaltung der CSU-Fraktion am Chiemsee weiter. Auch das müsse nun sorgfältig recherchiert werden. Die beiden 13-Jährigen werden derzeit im Krankenhaus behandelt, eine von ihnen wurde mit einem Rettungshubschrauber dorthin gebracht. Beide Mädchen überlebten den Angriff und sind auch außer Lebensgefahr. Ob es über die beiden Mädchen hinaus weitere verletzte Schüler oder Lehrer gibt, war zunächst unklar. Ein Polizeisprecher sprach zunächst von einer einstelligen Zahl an Verletzten. Laut Polizei bekamen viele Schüler die Tat hautnah mit, mehrere Schüler sollen einen Schock erlitten haben und wurden behandelt. Sie werden – wie auch Lehrer und später auch Einsatzkräfte – psychologisch betreut. Für Angehörige und Eltern von Schülerinnen und Schülern wurde eine Anlaufstelle am Feuerwehrhaus eingerichtet. Mit Material der Nachrichtenagenturen dpa und AFP.