Datum25.11.2025 17:04
Quellewww.zeit.de
TLDRIm Podcast "Ehrlich jetzt?" diskutiert Felix Banaszak, der Grüne Parteivorsitzende, soziale Ungerechtigkeiten und politische Resignation. Er kritisiert die Grundsicherungspolitik, die falsche Signale sende und Langzeitarbeitslose stigmatisiere. Banaszak betont, dass die Gleichsetzung von verschiedenen Gruppen eine zentrale Ausgrenzung erzeuge und fordert eine neue Gerechtigkeitsdebatte. Zudem sieht er das Konzept "der Mitte" als problematisch an und plädiert dafür, die Stimmen der "working class" stärker in den Fokus zu rücken.
InhaltIm Podcast "Ehrlich jetzt?" spricht Felix Banaszak über soziale Ungerechtigkeit und die Nachwehen der Stadtbilddebatte. In der neuen Folge Ehrlich jetzt? spricht der Grüne Parteivorsitzende Felix Banaszak über die Fehler der progressiven Parteien, Politikmüdigkeit und fordert eine neue Gerechtigkeitsdebatte. In der Debatte um die Grundsicherung seien die falschen Signale gesendet worden. Am Ende gehe es da nicht um die Frage, ob man zehn Euro mehr oder weniger habe, "sondern ob man eigentlich vom Staat das Signal bekommt, du bist hier Bittsteller, du hast dich unterzuordnen, du bist defizitär, und wir müssen dich jetzt mal disziplinieren und reglementieren". Daneben bezeichnet er die Gleichsetzung von Langzeitarbeitslosen und nach langer Arbeitstätigkeit arbeitslos Gewordenen durch Hartz IV als zentrale Ausgrenzungserfahrung. "Dieses Ungerechtigkeitsempfinden hat ja dazu geführt, dass die Sozialdemokratie so in Verruf geraten ist." Dabei sei auch der Begriff "der Mitte" ein Problem. Darunter solle nicht der Durchschnitt aller politischen Positionen fallen, sondern "working class people", die "die Mehrheit der Lebensrealitäten in diesem Land" seien. Bei Ehrlich jetzt? spricht ZEIT-Redakteurin Yasmine M'Barek alle zwei Wochen mit Spitzenpolitikern und Personen des öffentlichen Lebens über Themen, die in Nachrichtensendungen zu kurz kommen. Fragen, Kritik oder Anregungen? Schreiben Sie uns an: ehrlichjetzt@zeit.de.