Datum08.07.2026 13:51
Quellewww.spiegel.de
TLDRNach Ende des staatlichen Tankrabatts sind die Spritpreise laut ADAC deutlich gestiegen. Ein Liter Super E10 kostet aktuell 2,024 Euro, Diesel 1,953 Euro. Der ADAC kritisiert das aktuelle Preisniveau als zu hoch, da der Ölpreis niedriger ist als vor dem Ukraine-Krieg. Autofahrern rät der Automobilclub, nicht an Autobahntankstellen zu tanken, da dort die Preise deutlich höher sind.
InhaltUm Autofahrer in Zeiten hoher Spritpreise zu entlasen, hatte die Bundesregierung vorübergehend einen Tankrabatt eingeführt. Der ADAC hält das Preisniveau nach Auslaufen der Aktion immer noch für zu hoch. Nach dem Ende des staatlichen Tankrabatts Anfang Juli sind die Preise an den Zapfsäulen in Deutschland wieder gestiegen. Derzeit koste ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel 2,024 Euro und damit 10,1 Cent mehr als in der Vorwoche, teilte der ADAC mit. Diesel liegt dem Automobilclub zufolge aktuell bei 1,953 Euro je Liter – 9,4 Cent mehr als eine Woche zuvor. Mit dem Ende des Tankrabatts am 1. Juli sind die Steuern wieder um rund 17 Cent je Liter angehoben worden. Ein Teil davon sei bereits in den letzten Junitagen eingepreist worden, erklärte der ADAC. Grundsätzlich hält der Automobilclub das aktuelle Preisniveau an den Tankstellen für zu hoch: Der Preis für Rohöl der Sorte Brent liege momentan bei etwa 75 Dollar und damit in etwa im Bereich des Ölpreises kurz vor Beginn des Irankriegs Ende Februar, erklärte der ADAC. Damals habe Super E10 jedoch noch 1,789 Euro je Liter gekostet – 23,5 Cent weniger als zurzeit. Der Automobilclub gibt regelmäßig Tipps, wie Vielfahrer teure Spritpreise umgehen können. Unter anderem lässt sich viel Geld sparen, indem man nicht an der Autobahn tankt, sondern hinter der nächsten Ausfahrt. Im bundesweiten Durchschnitt waren es sowohl bei Diesel als auch Superbenzin der Sorte E10 in einer Untersuchung 33 Cent pro Liter, wie der ADAC mitteilt. Auf einen Tank mit 50 Litern gerechnet sind das 16,50 Euro. Die Erhebung zeige "ganz deutlich", dass es sich lohne "zum Tanken die Autobahn zu verlassen und eine nahegelegene Tankstelle neben der Autobahn anzusteuern". Die teuersten Autobahntankstellen waren bei Diesel sogar 47 Cent teuer als der Durchschnitt abseits der Autobahn. Bei Super E10 waren es 44 Cent. Es gab allerdings auch das Gegenteil: Die günstigste Autobahntankstelle verlangte sogar ein paar Cent weniger als der bundesweite Durchschnitt der Straßentankstellen. Bei Ihr handelt es sich laut ADAC aber um einen Sonderfall. Der Tankrabatt ist weg, die Spritpreise sind wieder gestiegen – und das ausgerechnet zur Ferienzeit. Gibt es trotzdem noch Hoffnung für Reisende? Unter welchen Bedingungen Autofahren wieder billiger werden kann, erfahren Sie hier .