Datum08.07.2026 13:33
Quellewww.zeit.de
TLDREin Berliner Palliativarzt wurde wegen 15-fachen Mordes zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Er gestand zwölf der ihm vorgeworfenen Morde und gab an, er habe geglaubt, seinen Patienten Leid zu ersparen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in weiteren 76 Fällen, die Opferzahl könnte deutlich höher liegen.
InhaltWeil er mindestens 15 Patienten getötet hat, muss ein Palliativarzt lebenslang in Haft. Die Opferzahl könnte aber noch weitaus höher sein, es gibt weitere Ermittlungen. Wegen Mordes in 15 Fällen hat das Landgericht Berlin einen Palliativarzt zu lebenslanger Haft verurteilt. Außerdem stellte das Gericht die besondere Schwere der Schuld fest und ordnete Sicherungsverwahrung an. Der 41-jährige Arzt sitzt seit August 2024 in Untersuchungshaft. Lange hatte er zu den Vorwürfen geschwiegen, kurz vor Prozessende gestand er dann zwölf der 15 Morde, die ihm die Anklage vorwarf. "Ich bin erst jetzt in der Lage, mein Handeln zu erklären und übernehme die Verantwortung für meine Taten", sagte er. Er habe sich eingeredet, das Richtige zu tun und Patienten "Leid und Siechtum" zu ersparen. "Bei allem habe ich gedacht, das sei das Beste für alle." Er bat die Angehörigen seiner Opfer um Entschuldigung. Es gibt den Verdacht, dass der Palliativarzt noch weit mehr Menschen getötet haben könnte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in 76 weiteren Fällen und geht von einer weiteren Anklage aus. Der Beschuldigte kündigte an, sich in einem weiteren Verfahren deutlich früher äußern zu wollen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.