Datum25.11.2025 15:16
Quellewww.spiegel.de
TLDRZehn Aktivisten der Klimabewegung Letzte Generation wurden vom Landgericht Hamburg zu Schadensersatzzahlungen von über 400.000 Euro an die Lufthansa-Gruppe verurteilt, nachdem sie im Juli 2023 den Flugverkehr am Hamburger Flughafen blockiert hatten. Der Protest führte zur Streichung von 57 Flügen und betraf etwa 8.500 Passagiere. Bei Nichtzahlung droht den Aktivisten eine Ordnungshaft von bis zu zwei Jahren. Der Streitwert des Zivilprozesses wurde auf 700.000 Euro angesetzt.
InhaltZehn Mitglieder der Klimabewegung Letzte Generation sind zu Schadensersatzzahlungen von insgesamt über 400.000 Euro an die Lufthansa-Gruppe verurteilt worden. 2023 hatten sie den Flugverkehr in Hamburg lahmgelegt. Zehn Mitglieder der Klimabewegung Letzte Generation, die im vergangenen Jahr den Flugbetrieb am Hamburger Flughafen blockiert hatten, müssen der Lufthansa-Gruppe Schadensersatz zahlen. Insgesamt beläuft sich die Summe auf 403.137,68 Euro. So hat das Landgericht Hamburg in der vergangenen Woche entschieden, wie eine Pressesprecherin des Gerichts mitteilte. Zuerst hatte "Bild " berichtet. Falls die Aktivisten nicht zahlen, droht ihnen eine Ordnungshaft von bis zu zwei Jahren. Zudem müssen sie die Verfahrenskosten des Zivilprozesses tragen, dessen Streitwert auf 700.000 Euro festgesetzt wurde. Die Aktivisten waren am 13. Juli 2023 in den Sicherheitsbereich des Hamburger Flughafens eingedrungen und hatten sich in unmittelbarer Nähe der Start- und Landebahnen festgeklebt. Der Flughafen stellte daraufhin den Betrieb für mehrere Stunden vollständig ein. 57 Flüge der Lufthansa-Gruppe, zu der unter anderem Eurowings, Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines gehören, mussten gestrichen werden, wodurch rund 8500 Passagiere betroffen waren. Die Lufthansa-Gruppe hatte über ihre Tochter Eurowings, stellvertretend für die Konzern-Airlines, geklagt. Der Protest sorgte mitten in der Ferienzeit für erhebliche Störungen. Während der Aktion kam der Flugverkehr in Hamburg fast vier Stunden lang komplett zum Erliegen. Auch der Flughafen Düsseldorf war zeitgleich von Aktionen betroffen.