Datum08.07.2026 06:39
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Gewalt gegen Bahn-Beschäftigte und Bundespolizisten nimmt zu. Allein in den ersten fünf Monaten des Jahres 2024 wurden über 6.000 Fälle registriert, darunter Körperverletzungen und Bedrohungen. Statistiken zeigen einen Anstieg der tätlichen Angriffe pro Tag. Dies betrifft vor allem Bundespolizisten, die für die Sicherheit an Bahnhöfen und in Zügen zuständig sind, aber auch Mitarbeitende der Deutschen Bahn sind betroffen.
InhaltMehr Beschäftigte der Bahn und der Bundespolizei werden bedroht oder angegriffen. Allein in den ersten fünf Monaten des Jahres wurden mehr als 6.000 Fälle registriert. Beschäftigte der Deutschen Bahn und der Bundespolizei sind im Durchschnitt täglich mit Gewalt konfrontiert. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres wurden 1.630 Bahn-Mitarbeitende und 4.672 Bundespolizisten bedroht, angegriffen oder auf andere Weise Opfer einer Straftat. Das teilte das Bundesinnenministerium auf Anfrage des Linkenabgeordneten Dietmar Bartsch mit. Ein Vergleich mit früheren Zahlen zeigt, dass die Gewalt zunimmt. Bartsch hatte zu Jahresbeginn Daten für die ersten zehn Monate 2025 abgefragt. Damals wurden im Schnitt fünf körperliche Angriffe auf Bahn-Beschäftigte pro Tag registriert. In diesem Jahr sind es rechnerisch bereits acht pro Tag. Von Januar bis Ende Mai registrierte die Polizei gegen Bahn-Beschäftigte 662 Körperverletzungen, 175 gefährliche Körperverletzungen und 661 Bedrohungen. Bei den Bundespolizisten wurden 3.734 Fälle gezählt, in denen sich Menschen gegen Polizeimaßnahmen wehrten. Außerdem gab es 1.427 tätliche Angriffe und 875 Bedrohungen. Die Bundespolizei sorgt unter anderem für die Sicherheit an Bahnhöfen und in Zügen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.