Nato-Gipfel in Ankara: Wie sich die Europäer beim Nato-Gipfel behaupten wollen

Datum08.07.2026 06:00

Quellewww.zeit.de

TLDRBeim Nato-Gipfel in Ankara sind die Verteidigungsausgaben ein zentrales Thema. US-Präsident Trump kritisiert die Ausgaben der europäischen Partner als zu niedrig und fordert mehr Unterstützung im Iran-Konflikt. Die Europäer wollen dagegen die Sicherheit angesichts des Ukraine-Krieges thematisieren. Parallel dazu wird über die Forderung von Handelsverbänden diskutiert, den Einzelhandel sonntags zu öffnen, was auf Widerstand von Gewerkschaften stößt, die den Sonntag als wichtigen freien Tag für Beschäftigte sehen.

InhaltBeim Nato-Gipfel in Ankara sind die Verteidigungsausgaben ein Streitthema. Und: Verbände fordern offene Läden am Sonntag. Wer davon profitieren könnte. Beim Nato-Gipfel in Ankara beraten sich die Mitglieder unter anderem zu ihren Verteidigungsausgaben. Die europäischen Alliierten und Kanada haben diese zuletzt auf vier Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts angehoben. US-Präsident Donald Trump scheint das aber nicht zu reichen. Er hat im Vorfeld des Gipfels unter anderem die deutschen Verteidigungsausgaben als "lächerlich" bezeichnet. Unzufrieden ist Trump außerdem mit der Lage im Irankrieg. Auch hier hat Trump die Nato-Partner regelmäßig dafür kritisiert, dass sie die USA nicht ausreichend unterstützen würden. Gleichzeitig haben auch die europäischen Partner Anliegen: Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und die gemeinsame Sicherheit sollen Thema sein. Wie die europäischen Nato-Staaten auf Trumps Forderungen reagieren und ob sie für ihre eigenen Ziele noch Platz finden, das analysiert Rieke Havertz, Internationale Korrespondentin der ZEIT. Bäckereien und Konditoreien sollen am Wochenende länger öffnen, das steht zumindest im Reformplan der Bundesregierung. Nach diesem Vorschlag fordern nun auch Handelsverbände dasselbe für alle anderen Einzelhändler. Was bereits für Krankenhäuser, in der Pflege oder der Gastronomie gilt, könnte damit auch auf Angestellte im Einzelhandel zukommen: Arbeit auch am Sonntag. Gewerkschaften sehen die Debatte über den verkaufsoffenen Sonntag jedoch kritisch: "Der Sonntag ist für die Beschäftigten der einzige verlässlich planbare freie Tag", sagt Verdi-Vorstandsmitglied Silke Zimmer. Bleiben also die Fragen: Was könnten die geänderten Arbeitszeiten für Angestellte im Einzelhandel bedeuten? Und: Profitiert die Wirtschaft von Öffnungszeiten am Sonntag? Die Antworten dazu hat Ursula Freudling aus der Wirtschaftsredaktion der ZEIT. Und sonst so? Was man auf Reisen Neues lernt. Moderation und Produktion: Mounia Meiborg Redaktion: Hannah Grünewald Mitarbeit: Benjamin Probst, Lena Herrmann und Susanne Hehr Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp.