Houston: ICE-Beamter erschießt mexikanischen Einwanderer

Datum08.07.2026 03:25

Quellewww.spiegel.de

TLDREin ICE-Beamter erschoss in Houston einen mexikanischen Einwanderer, der sich angeblich illegal in den USA aufhielt. Laut Behörden versuchte der Mann, einen Beamten mit seinem Auto zu überfahren, woraufhin dieser das Feuer eröffnete. Der Mann erlag seinen Verletzungen. Bürgerrechtler und Politiker fordern eine unabhängige Untersuchung und die Veröffentlichung von Beweismitteln, da sie den Darstellung der Bundesbehörden misstrauen. Dies geschieht im Kontext verstärkter ICE-Kontrollen.

InhaltBei einer Razzia gegen Einwanderer ist in Houston ein Mexikaner getötet worden. Der Mann soll angeblich versucht haben, einen Beamten mit seinem Auto zu erfassen. Bürgerrechtler fordern eine unabhängige Untersuchung. Ein Beamter der US-Migrationsbehörde ICE hat einen Einwanderer aus Mexiko erschossen. Nach bisherigem Kenntnisstand habe sich der Mann, der sich angeblich illegal in den USA aufgehalten haben soll, in seinem Fahrzeug Anweisungen der Beamten widersetzt, teilte das Heimatschutzministerium auf der Plattform X mit. Der Fahrer habe zunächst ein Auto der Einsatzkräfte gerammt und dann versucht, mit seinem Auto einen Beamten zu erfassen. Dabei habe der Beamte das Feuer eröffnet. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig prüfen. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Laut dem Ministerium wurde der Fahrer in ein Krankenhaus gebracht, erlag dort jedoch seinen Verletzungen. Das Ministerium habe interne Ermittlungen wegen der Schussabgabe eingeleitet. Das Büro der Bundespolizei FBI in Houston ermittle zudem wegen des Angriffs auf einen Bundesbeamten. Die Migrationsbehörde ICE hatte zuletzt ihre Kontrollen zur Umsetzung der Massenabschiebungen der Trump-Regierung  verstärkt. Ende Juni nahmen die ICE-Beamten binnen fünf Tagen mehr als 10.000 Menschen fest. Juan Proaño, Geschäftsführer der League of United Latin American Citizens, forderte eine transparente Untersuchung durch die lokalen Behörden. "Wir glauben dem Heimatschutzministerium kein Wort", sagte Proaño gegenüber der Nachrichtenagentur AP. "Es muss eine unabhängige Untersuchung geben und alle Videos müssen veröffentlicht werden." Die demokratische Kongressabgeordnete Sylvia Garcia verlangte auf X, die erste Darstellung der Bundesbehörden müsse unabhängig überprüft und untersucht werden. Sämtliche verfügbaren Aufnahmen, Kommunikationsdaten und sonstigen Beweismittel sollten gesichert und im Rahmen einer umfassenden und unparteiischen Untersuchung ausgewertet werden. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Seit Beginn der verschärften Einwanderungsregeln der Trump-Regierung kam es zu mindestens sechs tödlichen Schüssen durch Bundesbeamte. Die US-Bürgerin Renee Good ist der bekannteste Fall (mehr hier ). Die 37-jährige war im Januar bei einer Razzia in Minneapolis von einem ICE-Beamten erschossen worden.