Sachsen-Anhalt: Schulze will bei Linken und AfD nicht um Stimmen bitten

Datum08.07.2026 00:13

Quellewww.zeit.de

TLDRMinisterpräsident Schulze (CDU) will sich nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt nicht von Linken oder AfD abhängig machen. Angesichts möglicher Mehrheitsverluste der Regierungskoalition schließt er eine Zusammenarbeit mit beiden Parteien nicht kategorisch aus, wird aber nicht aktiv um deren Stimmen werben. Die Wahl am 6. September könnte zu einer Hängepartie führen, falls sich keine stabile Mehrheit findet.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Sachsen-Anhalt“. Lesen Sie jetzt „Schulze will bei Linken und AfD nicht um Stimmen bitten“. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) hat angekündigt, sich nach der Landtagswahl nicht von den Linken und der AfD abhängig machen zu wollen. "Ich werde nicht zur AfD und nicht zur Linkspartei gehen und um Stimmen bitten", sagte der Regierungschef in der ZDF-Sendung "Markus Lanz". "Ich werde mich nicht abhängig machen von der AfD und auch nicht von der Linkspartei", so der CDU-Politiker. Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt findet am 6. September statt. Nach den jüngsten Umfragen könnte die Koalition aus CDU, SPD und FDP ihre Mehrheit verlieren. Die AfD liegt deutlich vorn und strebt eine Alleinregierung an. Alternativ kommt eine CDU-geführte Minderheitsregierung in Betracht, die gegebenenfalls punktuell mit den Linken zusammenarbeiten müsste. Auf Nachfrage, ob er im Parlament eine Wahl durch die Linke tolerieren würde, sagte Schulze in der Sendung: "Ich habe nicht vor, jetzt mich mit solchen Themen zu beschäftigen." Zunächst müsse man die Wahl am 6. September abwarten. Wenn es aus der Mitte heraus keine Mehrheit gebe, "dann wird es wahrscheinlich über einen längeren Zeitraum erstmal keine Wahl des Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt geben". © dpa-infocom, dpa:260707-930-349886/1