Datum07.07.2026 19:49
Quellewww.zeit.de
TLDRAirbus und MTU planen die Gründung eines Joint Ventures zur Entwicklung eines abgasfreien Brennstoffzellen-Triebwerks für Flugzeuge. Ziel ist die Marktreife ab voraussichtlich 2027. Diese Technologie nutzt Wasserstoff und Sauerstoff zur Stromerzeugung und gilt als mögliche Alternative zu umweltschädlichen Kerosin-Triebwerken und batterieelektrischen Antrieben, die für größere Flugzeuge zu schwer sind. Beide Unternehmen verfolgen damit die Demonstration europäischer Technologieführerschaft.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Luftfahrtindustrie“. Lesen Sie jetzt „Airbus und MTU wollen Brennstoffzellen-Triebwerk entwickeln“. Airbus und der Triebwerkhersteller MTU wollen gemeinsam ein abgasfreies Brennstoffzellen-Triebwerk für Flugzeuge entwickeln. Ein Gemeinschaftsunternehmen soll ab voraussichtlich 2027 den neuen Antrieb entwickeln und vermarkten, wie die beiden Unternehmen mitteilten. 2025 hatten MTU und Airbus eine Absichtserklärung unterzeichnet, die angekündigte Gründung ist nun der nächste Schritt. Behördliche Genehmigungen und die Gespräche mit den Betriebsräten stehen noch aus. Die Abgase herkömmlicher Flugzeugtriebwerke sind besonders klimaschädlich, da Düsenjets in großer Höhe fliegen. Elektrischer Batterieantrieb gilt in der Luftfahrtindustrie wegen des hohen Gewichts der Batterien als ungeeignet für größere Flugzeuge. Brennstoffzellen hingegen erzeugen Strom an Bord mit Hilfe der chemischen Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff. Das geplante Gemeinschaftsunternehmen soll nicht nur den Brennstoffzellen-Antrieb bis zur Marktreife bringen, sondern verfolgt auch eine übergeordnete Botschaft: MTU und Airbus wollen europäische Technologieführerschaft demonstrieren. Beide Unternehmen haben in den vergangenen Jahren bereits an der Entwicklung von Brennstoffzellen-Triebwerken gearbeitet. © dpa-infocom, dpa:260707-930-349332/1