Datum07.07.2026 17:24
Quellewww.spiegel.de
TLDRJan-Lennard Struff schied im Wimbledon-Viertelfinale gegen Titelverteidiger Jannik Sinner mit 5:7, 6:7, 3:6 aus. Trotz einer starken Leistung und einer unerwarteten Erfolgsserie des Deutschen reichte es nicht für den Halbfinaleinzug. Struff, der älteste Viertelfinal-Debütant eines Grand-Slams, wird durch seinen Erfolg dennoch einen großen Sprung in der Weltrangliste machen und sich wieder unter den Top 50 platzieren.
InhaltDas Sommermärchen endet gegen den Titelverteidiger: Jan-Lennard Struff muss sich Jannik Sinner in Wimbledon in drei Sätzen geschlagen geben. Der Deutsche macht dennoch einen großen Sprung in der Weltrangliste. Überraschungs-Viertelfinalist Jan-Lennard Struff hat den erhofften Wimbledon-Coup gegen Vorjahressieger Jannik Sinner trotz der nächsten starken Leistung verpasst. Seine unerwartete Erfolgsserie ging gegen den italienischen Weltranglistenersten nach drei Sätzen mit einer 5:7, 6:7 (4:7), 3:6-Niederlage zu Ende. Der 36-Jährige nervte den Favoriten zwar, für die Sensation und den erhofften Halbfinaleinzug reichte es aber nicht. Struff hatte gegen die Nummer eins zunächst Vorteile und war anfangs mit seinem aggressiven Stil der bessere Spieler. Von dem knapp verlorenen ersten Satz und einem Rückstand im zweiten Durchgang ließ sich der älteste Viertelfinal-Debütant eines Grand-Slam-Turniers nicht beeindrucken. Die Chance, den zweiten Satz sogar für sich zu entscheiden, konnte Struff aber nicht nutzen, Sinner wehrte den Satzball ab. Am Ende konnte der Sauerländer seinen Kontrahenten nicht mehr in Bedrängnis bringen. Nach 2:35 Stunden war das Match vorbei. Sinner bleibt damit weiter im Titelrennen. Im Halbfinale von Wimbledon bekommt es der 24-Jährige jetzt mit dem serbischen Rekord-Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic oder dem Kanadier Félix Auger-Aliassime zu tun. Für Struff ist die Wimbledon-Teilnahme auch ohne den nächsten Schritt ein riesiger Erfolg. Dank seines starken Aufschlags (112 Asse im gesamten Turnier) zog der Außenseiter nicht nur erstmals in das Achtelfinale des Rasenturniers ein, sondern übertraf dies noch mit seinem ersten Viertelfinale bei einem der vier wichtigsten Tennisturniere. Dem Lauf an der Church Road war eine Saison vorausgegangen, in der er keine zwei Matches nacheinander gewonnen hatte. Struff, der zwischenzeitlich wieder aus den Top 100 gefallen war, wird ab der kommenden Woche wieder zu den 50 besten Tennisspielern der Welt gehören. Seine bisherige Spitzenposition hatte er im Sommer 2023 erreicht (Platz 21).