Datum07.07.2026 16:37
Quellewww.zeit.de
TLDRSteigende Energiekosten sind für Thüringens Autozulieferer das größte Standortproblem. Die Branchenvereinigung automotive thüringen warnt vor Deindustrialisierung, da Unternehmen zunehmend im Ausland investieren. Forderungen an die Bundesregierung umfassen die Übernahme von Netzentgelten und anteilige Finanzierung aus dem Transformationsfonds. Ein Energiegipfel in Thüringen soll Lösungen diskutieren, inklusive des Ausbaus regionaler Energieerzeugung.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Energiekosten“. Lesen Sie jetzt „Energiepreise machen Autozulieferern Sorgen“. Die Probleme der Thüringer Automobilzulieferer werden nach Branchenangaben immer größer - und die Erwartungen an die Bundesregierung ebenfalls. Steigende Energiekosten seien das zentrale Standortproblem in den kommenden Jahren, teilte die Branchenvereinigung automotive thüringen nach einer Mitgliederversammlung in Erfurt mit. Zunehmend seien Investitionen gefährdet. "Solange Deutschland bei den Energiekosten international nicht konkurrenzfähig ist, werden wir die Deindustrialisierung unseres Landes nicht stoppen", warnte der Vorsitzende der Vereinigung, Mathias Hasecke. Verlangt wurde die vollständige Übernahme der Netzentgelte für die Industrie durch den Bund sowie eine anteilige Finanzierung aus dem Klima- und Transformationsfonds. Hasecke: "Die Deindustrialisierung ist keine Warnung für die Zukunft mehr. Sie findet bereits statt." Unternehmen entschieden sich immer häufiger bei Investitionen und damit Arbeitsplätze gegen Standorte in Deutschland. Angeregt wurde die Organisation eines "Thüringer Energiegipfels" - mit Vertretern von Industrie, Ministerien, der Landesentwicklungsgesellschaft, der Thüringer Energie AG sowie Stadtwerken. Dabei solle es auch um den Ausbau der regionalen Energieerzeugung gehen. © dpa-infocom, dpa:260707-930-348379/1