Großbritannien: Prinz Harry und andere Prominente verlieren Prozess gegen »Daily Mail«

Datum07.07.2026 15:54

Quellewww.zeit.de

TLDRPrinz Harry und andere Prominente haben einen Prozess gegen den Herausgeber der "Daily Mail" verloren. Das Gericht entschied, dass die Kläger die angebliche Unrechtmäßigkeit der Recherchemethoden des Verlags nicht ausreichend belegen konnten. Associated Newspapers, der Herausgeber der Boulevardzeitung, wurde weitreichendes rechtswidriges Verhalten vorgeworfen, darunter die unrechtmäßige Beschaffung privater Informationen über die Kläger in zahlreichen Artikeln von den 90er Jahren bis 2011. Der Verlag bezeichnete das Urteil als großen Sieg.

InhaltEin Gericht in London hat die Klage von Prinz Harry und anderen gegen die "Daily Mail" abgewiesen. Sie hätten die Unrechtmäßigkeit der Recherche nicht ausreichend belegt. Prinz Harry und andere prominente britische Persönlichkeiten haben ihre Klagen wegen Verletzung der Privatsphäre gegen den Herausgeber der britischen Boulevardzeitung Daily Mail verloren. Die Kläger hätten ihre Anschuldigungen in dem elfwöchigen Prozess nicht beweisen können, urteilte der High Court in London laut einer schriftlichen Stellungnahme. Nur aufgrund der Tatsache, dass es sich um private Informationen handelte und dass die Mediengruppe Associated Newspapers nicht eindeutig erklären konnte, wie diese beschafft worden waren, könne nicht von einer Unrechtmäßigkeit ausgegangen werden. Dem Herausgeber war weitreichendes rechtswidriges Verhalten vorgeworfen worden. Gegenstand der Klage waren etwa fragwürdige Recherchemethoden von Associated Newspapers. Associated hatte die Vorwürfe als Verleumdungen bezeichnet. Das Urteil wertete der Verlag als "einen überwältigenden Sieg für die ›Daily Mail‹ und ihre Journalisten". Harry hatte mehrere Gerichtsverfahren gegen die britische Presse angestrengt. Er und die anderen Kläger, darunter Popstar Elton John, prangerten zahlreiche Artikel über sich an, die von Associated Newspapers in der Daily Mail und der Mail on Sunday von den 90er Jahren an bis ins Jahr 2011 veröffentlicht worden waren. Sie kritisierten, dass diese auf Informationen beruhten, die unrechtmäßig beschafft worden seien Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.