Datum07.07.2026 12:45
Quellewww.spiegel.de
TLDREin junger Australier erlitt schwere Brandverletzungen, nachdem ein Saugroboter in seinem Haus in Perth explodierte und ein Feuer auslöste. Das Opfer wurde mit Verbrennungen an 75 Prozent seines Körpers in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Familie verlor ihr Zuhause. Brandermittler vermuten einen technischen Defekt am Gerät als Ursache, der zu einer Überhitzung und möglicherweise einer Explosion des Akkus geführt haben könnte. Weitere Untersuchungen laufen.
InhaltEin junger Australier liegt mit schweren Brandverletzungen im Krankenhaus. Ein explodierter Saugroboter soll Berichten zufolge ein Feuer ausgelöst haben. Doch vieles ist unklar. Ein 25 Jahre alter Mann liegt nach einem Feuer im australischen Perth mit lebensgefährlichen Brandverletzungen im Krankenhaus. Ein Saugroboter sei Ende vergangener Woche in der Küche seines Hauses im Vorort Brabham plötzlich in Flammen aufgegangen, gar explodiert, berichtet der Sender Sky News Australia unter Berufung auf die Feuerwehr und die Familie des Mannes. Das Opfer erlitt bei dem Unglück Verbrennungen an 75 Prozent seines Körpers. Der Mann wird nach Angaben seiner Mutter auf einer Spezialstation für Brandverletzungen behandelt und muss sich voraussichtlich noch mehreren chirurgischen Eingriffen unterziehen. "Ihm steht ein unglaublich langer Weg bevor, mit mehreren Operationen, umfangreicher medizinischer Behandlung, Rehabilitation und monatelanger Genesungsphase", teilte sie mit. Durch die Explosion hätten der 25-Jährige, seine Verlobte und weitere Mitbewohner zudem ihr Zuhause verloren, teilt die Mutter übers Internet mit. Das Haus ist ihr zufolge derzeit unbewohnbar. "Neben dem langen Weg der Genesung stehen sie nun vor der herzzerreißenden Aufgabe, ihr Leben von Grund auf neu aufzubauen." Nach Angaben der Feuerwehr von Westaustralien wurden bei dem Brand durch eine Explosion Fenster aus dem Haus gerissen. Zudem seien Wände durch das Feuer geschwärzt worden, so das Department of Fire and Emergency Services Western Australia (DFES). Einem Feuerwehrsprecher zufolge war der Notrufzentrale am späten Donnerstagnachmittag ein Küchenbrand gemeldet worden, woraufhin vier Löschfahrzeuge ausrückten. Gut zwei Stunden später war das Feuer gelöscht. Die Brandermittler vermuten einen Defekt am Saugroboter als Brandursache. Während es in der Region in den vergangenen zwei Jahren viermal zu Bränden kam, an denen Staubsauger beteiligt waren, wäre es nach Angaben der Feuerwehr das erste Mal, dass ein Feuer durch einen Saugroboter ausgelöst wurde. Das Gerät sei zur weiteren Untersuchung an die zuständige Behörde übergeben worden, heißt es. Um was für ein Modell es sich handelt, wurde nicht mitgeteilt. Weitere Untersuchungen sollen nun klären, ob ein Defekt des Lithium-Ionen-Akkus oder ein anderer elektrischer Fehler das Unglück verursacht hat. Bei Lithium-Ionen-Akkus, ob in Saugrobotern oder anderen Geräten, besteht insbesondere dann Brand- und Explosionsgefahr, wenn bei diesen ein Herstellungsfehler vorliegt oder sie mechanisch beschädigt worden sind. Bei einem Saugroboter wäre so etwas etwa denkbar, wenn er eine Treppe herunterstürzt. Solche Beschädigungen können beispielsweise einen Kurzschluss im Akku verursachen, der wiederum zu starker Hitzeentwicklung führt und in der Folge ein Feuer auslösen kann. Bilden sich dabei im Inneren des Akkus Gase, kann es auch zu einer Explosion kommen. Ob im vorliegenden Fall genau das geschehen ist, ist bislang ungeklärt. Denkbar wäre auch, dass es eine Überhitzung des Akkus samt Flammen gab, die einen Küchenbrand auslösten, durch den wiederum eine Verpuffung entstand. Herauszufinden, was vor Ort wirklich passiert ist, ist nun die Aufgabe der Ermittler.