Fußball-Bundesliga: Gladbachs Millionendeal: Stadion heißt Ista-Borussia-Park

Datum25.11.2025 14:53

Quellewww.zeit.de

TLDRBorussia Mönchengladbach vergibt erstmals in der Vereinsgeschichte die Namensrechte für ihr Stadion, das ab dem 1. Juli 2026 Ista-Borussia-Park heißen wird. Der Vertrag mit dem Energiedienstleiter Ista bringt dem Club geschätzte bis zu fünf Millionen Euro pro Saison bis 2031. Trotz bestehender Kritik aus der Fanszene, die sich einen werbefreien Namen wünscht, verteidigt die Vereinsführung die Entscheidung als notwendig für finanzielle Stabilität. Die Diskussion und Rückmeldungen an die Fans fanden jedoch erst nach Abschluss des Vertrags statt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Fußball-Bundesliga“. Lesen Sie jetzt „Gladbachs Millionendeal: Stadion heißt Ista-Borussia-Park“. Nach 22 Jahren im Borussia-Park vergibt Borussia Mönchengladbach erstmals in der Vereinsgeschichte die Namensrechte des Stadions und kann sich über einen Millionen-Deal freuen. Die Arena im Nordpark wird vom 1. Juli 2026 an Ista-Borussia-Park heißen und dem Fußball-Bundesligisten geschätzt bis zu fünf Millionen Euro pro Saison sichern.  "Der Vertrag läuft bis 2031 mit Potenzial für die Zukunft. Uns liegt am Herzen, dass wir einen Nachhaltigkeitspartner gewonnen haben", sagte Borussias CEO Stefan Stegemann. Der Energiedienstleiter aus Essen sei der ideale Partner für Borussia. In den Jahren zuvor habe man sich zweimal gegen einen möglichen Namensgeber entschieden, hieß es. Aus der Fanszene, die sich aus traditionellen Gründen einen werbefreien Stadionnamen wünscht, gibt es schon jetzt Kritik an dem Deal. Es gab sogar die Forderung einer kompletten Rückabwicklung der Vereinbarung und es habe keinen Austausch gegeben. Borussia widerspricht dem Vorwurf.  "Der Plan war immer, die Fans frühzeitig mitzunehmen. Es gab die Kritik, dass wir sie nicht vorab mitgenommen haben. Es gibt allerdings Themen, die man nicht vorab mit der Fanszene diskutieren kann", erklärte Geschäftsführer Markus Aretz.  "Wir haben nachgeholt bei zwei ausführlichen Veranstaltungen mit den Fans und haben erklärt, warum wir das als Borussia machen. Ich glaube, das ist gut angekommen", sagte Aretz. Man habe aber auch wahrgenommen, dass sich Borussen-Anhänger fragen, warum der Club auf diese finanziellen Mittel bislang verzichtet habe. Borussias Vereinsführung hatte seit dem Umzug vom Bökelberg in den Borussia-Park immer betont, dass die Vergabe der Namensrechte bei einem passenden Partner und auch aus wirtschaftlichen Gründen nicht ausgeschlossen werden kann. Hochgerechnet hat der Club seit mehr als 20 Jahren auf fast 100 Millionen Euro zusätzliche Einnahmen verzichtet, um den Namen Borussia-Park zu erhalten. © dpa-infocom, dpa:251125-930-338879/1