Datum07.07.2026 08:47
Quellewww.zeit.de
TLDREin Shishabar-Betreiber in Göppingen ist wegen versuchten Mordes angeklagt. Er soll sein Lokal mit einem Molotow-Cocktail angezündet haben, um die Versicherung um 300.000 Euro zu betrügen. Dabei gerieten Nachbarn durch giftigen Rauch in Lebensgefahr, eine Anwohnerin wurde leicht verletzt. Die Feuerwehr verhinderte ein Übergreifen der Flammen. Der Betreiber sitzt in Untersuchungshaft.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Versicherungsbetrug“. Lesen Sie jetzt „Nach Brandstiftung – Anklage wegen versuchten Mordes“. Weil er seine eigene Shishabar angezündet und dabei Nachbarn in Lebensgefahr gebracht haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen versuchten Mordes gegen den Betreiber erhoben. Nach Überzeugung der Ermittler brach der 46-Jährige im Januar in sein eigenes Geschäft in Göppingen ein und setzte es mit einem Molotow-Cocktail in Brand. Er habe damit seine Versicherung um rund 300.000 Euro betrügen wollen, hieß es weiter. Eine Zeugin bemerkte den dichten Rauch und alarmierte die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzenden Wohnhäuser. Eine Anwohnerin erlitt durch den Rauch leichte Verletzungen. Laut Staatsanwaltschaft liegt das Lokal sehr nah an anderen Häusern. Der Betreiber habe bei seiner Tat billigend in Kauf genommen, dass der giftige Rauch dort eindringe und die Anwohner in Gefahr bringe. Noch am selben Tag soll der Betreiber den Schaden seiner Versicherung gemeldet haben. Er sitzt derzeit in Untersuchungshaft. © dpa-infocom, dpa:260707-930-345181/1