Datum07.07.2026 08:06
Quellewww.zeit.de
TLDRCristiano Ronaldo hat nach Portugals WM-Aus gegen Spanien seinen letzten Tanz auf der Weltbühne beendet. Mit 27 WM-Spielen und elf Toren ist er Portugals Rekordnationalspieler. Internationale Medien würdigen seine emotionale Verabschiedung, während seine Zukunft im Nationalteam offenbleibt. Sein letztes WM-Spiel markiert das Ende einer Ära für die Fußballikone.
InhaltCristiano Ronaldo verliert mit Portugal gegen Spanien und verlässt für immer die WM-Bühne. Internationale Medien würdigen ihn und seine Emotionen. Die Presseschau. Portugals Fußballsuperstar Cristiano Ronaldo wird an keiner weiteren Fußball-WM teilnehmen. Das kündigte der 41-Jährige nach dem WM-Aus gegen Spanien an. Die WM in Nordamerika war seine sechste Fußballweltmeisterschaft. Bei 27 WM‑Spielen gelangen ihm elf Tore und zwei Vorlagen. Mit 233 Länderspielen und 146 Toren ist er Portugals Rekordnationalspieler. Nach der Niederlage gegen Spanien baden die portugiesischen Medien in Emotionen. A Bola rekapituliert: "Ronaldo beendete seinen "letzten Tanz" bei der Weltmeisterschaft unter Tränen. Der Kapitän der portugiesischen Nationalmannschaft machte am Ende der Partie keinen Hehl aus seiner Rührung." Auch Record, eine der wichtigsten Sportzeitungen Portugals, setzt auf Gefühle: "Cristiano Ronaldo verabschiedete sich unter Tränen von der Weltmeisterschaft: Der Kapitän weinte nach Portugals Niederlage." Etwas sachlicher berichtet dagegen O Jogo: "Nach Portugals Niederlage gegen Spanien im Achtelfinale der Weltmeisterschaft bedankte sich Cristiano Ronaldo unter Tränen bei den Fans, bevor er sichtlich bewegt in die Kabine ging. Es war Ronaldos letztes WM-Spiel, wie er selbst am Vortag bestätigt hatte. Ob es auch sein letztes Länderspiel war, bleibt abzuwarten." Die spanischen Medien halten sich – erwartungsgemäß – mit Emotionen etwas zurück. Die Boulevardzeitung Marca notiert sachlich: "Spanien beendete Cristiano Ronaldos WM-Traum in Dallas. Nach 27 Spielen und 11 Toren bestritt der aus Funchal stammende Spieler sein letztes WM-Spiel." Die AS analysiert: "So sah Cristianos bitteres WM-Finale unter Tränen aus: ein äußerst eindrucksvolles, historisches Bild. Es war eine Frage von Kopf oder Zahl, und es kam "Zahl" für die portugiesische Legende, die sich am Ende des Spiels nicht mehr zurückhalten konnte und all ihre aufgestauten Emotionen herausließ." In Frankreich geht die L'Équipe etwas empathischer mit dem großen Fußballer um: "Spanien zitterte, Spanien zweifelte an sich selbst, doch Spanien zog ins Viertelfinale der Weltmeisterschaft ein. La Roja musste bis zur Nachspielzeit warten, um Cristiano Ronaldo und seine Teamkollegen endlich zu bezwingen. Da er das Spiel nicht mehr beeinflussen konnte, war CR7 beim Schlusspfiff in Tränen aufgelöst. Vielleicht, weil es sein letztes WM-Spiel war." Die große italienische Gazzetta dello Sport bringt es auf den Punkt: "Merino kommt in der 91. Minute ins Spiel und schießt Spanien ins Viertelfinale: Portugal scheidet aus, Ronaldo ist zu Tränen aufgelöst." In der Schweiz verabschiedet sich der Blick von Ronaldo mit einem bemühten Vergleich: "Wird Lamine Yamal irgendwann größer sein als der große CR7? Aktuell spricht nichts dagegen. Weil das spanische Wunderkind mit 18 bereits Europameister ist und noch immer gute Chancen auf den WM-Titel hat. Cristiano Ronaldo ist 19, als er sein erstes großes Turnier erlebt, die Heim-EM 2004. Dort sorgt er mit einem Sieg im letzten Gruppenspiel dafür, dass Spanien heimreisen muss, CR7 schafft's bis ins Finale. 22 Jahre später verabschiedete sich die Ikone von der ganz großen WM-Bühne. Gegen dieselben Gegner wie damals. Mit einem Auftritt, der mit bescheiden noch nett umschrieben ist."