Datum07.07.2026 07:04
Quellewww.spiegel.de
TLDRModeratorin Charlotte Engelhardt nennt fehlende Selbstreflexion als größte "Red Flag" bei Männern. Dieses Verhalten äußere sich oft durch Ausreden und Schuldzuweisungen statt Auseinandersetzung mit eigenen Fehlern. Sie moderiert aktuell die Sendung "Bad Boyfriends", in der problematische Verhaltensweisen von Männern thematisiert werden. Ihre Aussagen könnten von persönlichen Erfahrungen mit ihrem Ex-Mann Sido beeinflusst sein.
InhaltWas weist darauf hin, dass eine Beziehung schieflaufen könnte? Moderatorin Charlotte Engelhardt hat erklärt, welches Verhalten bei ihr die Alarmglocken schrillen lässt. Unzuverlässigkeit, Egoismus, zu schnell zu viel wollen: Die Liste möglicher Red Flags beim Dating ist lang. Moderatorin Charlotte Engelhardt, 47, hat eine klare Meinung, was für sie das größte Alarmsignal ist: "Die absolut größte Red Flag bei Männern ist für mich eine komplett fehlende Selbstreflexion", sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. Der englische Begriff "Red Flag" meint Warnzeichen für potenziell problematisches Verhalten – von eher harmlosen bis hin zu bedrohlichen Dingen. Die fehlende Selbstreflexion zeige sich oft in "billigen Ausflüchten", so Engelhardt. "Wenn beteuert wird, man habe doch nur harmlos mit einer anderen Frau geschrieben oder Bilder ausgetauscht", führte die Moderatorin aus. "Oft tun diese Männer Dinge, obwohl sie ganz genau wissen, dass sie ihre Partnerin damit zutiefst verletzen", sagte sie. "Statt sich ernsthaft mit den eigenen Fehlern auseinanderzusetzen, wird die Schuld einfach sehr gerne und schnell auf andere abgeschoben." Derartiges Verhalten zeuge von mangelnder emotionaler Reife. "Mangelnde Selbstreflexion ist extrem problematisch", sagte Engelhardt. Ob sie dabei eher von eigenen Erfahrungen spricht oder aus ihrem beruflichen Erfahrungsschatz schöpft, lässt sie offen. Möglicherweise beides. Derzeit moderiert sie bei RTL+ das Format "Bad Boyfriends – Jetzt wird abgerechnet". Darin werden Männer von ihren Partnerinnen mit problematischen Verhaltensweisen konfrontiert, etwa mit ihren leeren Versprechungen und ihrer fehlenden Wertschätzung. Die Moderatorin tritt in der Sendung offiziell wieder mit ihrem früheren Nachnamen Engelhardt auf und nicht mehr als Charlotte Würdig. Die Trennung von ihrem Ex-Mann, dem Rapper Sido (45, bürgerlich Paul Würdig), liegt sechs Jahre zurück. Sido hatte danach selbst eingeräumt, dass seine Frau ihn zu Recht rausgeschmissen habe. Eine große Rolle spielte dabei offenbar seine Drogensucht. Sieben Jahre lang habe er die Ehe ganz gut hinbekommen, sagte er dem SPIEGEL 2022. Er sei treu gewesen, dann seien die "Geister" gekommen. Engelhardt hatte über ihre Trennung 2020 gesagt: "Ich habe für mich irgendwann festgestellt, dass wir nicht mehr als das klassische Ehepaar – mit den einst vereinbarten Werten und Moralvorstellungen – existieren können." Sie sprach jedoch später von einer "Freundschaft" zu ihrem Ex-Mann.