Datum07.07.2026 05:36
Quellewww.spiegel.de
TLDRDonald Trump hat die Initiative "Trump Accounts" gestartet, bei der Neugeborene in den USA ein initiales Wertpapierkonto mit 1000 Dollar erhalten. Dieses steuerbegünstigte Programm soll langfristig Kapital verschaffen und bis zum 18. Lebensjahr in Indexfonds investiert werden. Die Maßnahme wird kritisiert, da die Bürger aktuell mit hoher Inflation und Energiekrise kämpfen, was zu steigenden Benzinpreisen führt. Trump steht wegen der wirtschaftlichen Lage unter Druck, umso wichtiger werden die bevorstehenden Parlamentswahlen.
InhaltUnter dem Namen "Trump Accounts" sollen Babys in den USA ein Wertpapierkonto mit je 1000 Dollar bekommen. Donald Trump feiert die Initiative. Seine Landsleute kämpfen allerdings mit ganz anderen Problemen. 1000 Dollar Startguthaben für Neugeborene in den USA: Mit einer neuen Vorsorgemaßnahme verspricht US-Präsident Donald Trump, künftigen Generationen mehr Wohlstand zu ermöglichen. Sofern sich der Aktienmarkt weiter so gut wie derzeit entwickle, könnten Kinder "sehr reich" werden, sagte er zum offiziellen Start des Programms. "Sie werden Hunderttausende von Dollar haben", versicherte Trump seinen Landsleuten, die derzeit mit einer hohen Inflation infolge des von ihrem Präsidenten begonnenen Irankriegs hadern. Die steuerbegünstigten Anlagen sollen Kindern nach Ankündigungen der Regierung langfristig Zugang zu Kapital verschaffen und mindestens bis zum 18. Lebensjahr in Indexfonds investiert werden. Der Plan war bereits im vergangenen Sommer mit Trumps Steuergesetz ausgerufen worden. Neue Dynamik bekam er im Dezember als PC-Unternehmer Michael Dell und seine Frau Susan ankündigten, 6,25 Milliarden Dollar zu spenden, damit auch ältere Kinder "Trump Accounts" bekommen könnten. Trump hatte in den vergangenen Monaten das von vor allem von Demokraten besetzte Thema Bezahlbarkeit im eigenen Land ins Visier genommen. Konkrete Maßnahmen ließen bislang auf sich warten. Stattdessen kletterte die Inflation hoch, angetrieben von der Energiekrise infolge des Versorgungsengpasses durch die blockierte Straße von Hormus. Bürger in der Autofahrer-Nation USA zahlten zeitweise besonders viel für Sprit. Zuletzt forderte Trump die Ölkonzerne dazu auf, die Preise an den Tankstellen zu senken. Und am Montag verkündete er, Walmart werde auf seine Bitten hin die Preise von Lebensmittel senken. Trump steht unter Druck: In Umfragen bekam er zuletzt schlechte Werte für die Lage der Wirtschaft. Anfang November stehen die wichtigen Parlamentswahlen an. Sollten die Demokraten Trumps Republikanern die Mehrheiten in Senat und Abgeordnetenhaus abnehmen, könnten sie die Handlungsfreiheit des Präsidenten einschränken.