ARD-Nachrichtensendung: Jörg Schönenborn moderiert erstmals die »Tagesthemen«

Datum07.07.2026 01:32

Quellewww.spiegel.de

TLDRJörg Schönenborn moderierte erstmals die "Tagesthemen". Er betonte die Bedeutung ausgewogener und neugieriger Berichterstattung. Schönenborn, der bereits seit 1992 für die Sendung tätig ist, teilt sich die Moderation mit Jessy Wellmer und Ingo Zamperoni und wird weiterhin Wahlergebnisse und Analysen präsentieren sowie den "Presseclub" moderieren. Sein Abschiedswort wählte er bewusst schlicht.

Inhalt"Wir sehen uns hier bei den ›Tagesthemen‹ jetzt regelmäßig": Jörg Schönenborn hat seinen Einstand bei den Spätnachrichten im Ersten gegeben. In Sachen Schlusswort entschied er sich für eine "freundliche" Lösung. Der ARD-Journalist Jörg Schönenborn, 61, hat erstmals die "Tagesthemen" moderiert. "Herzlich willkommen, schön, dass Sie dabei sind", begrüßte er die Zuschauerinnen und Zuschauer zu Beginn der Sendung. "Wir sehen uns hier bei den ›Tagesthemen‹ jetzt regelmäßig, und darauf freue ich mich." Behalten Sie den Überblick: Jeden Werktag gegen 18 Uhr beantworten SPIEGEL-Autorinnen und -Autoren die wichtigsten Fragen des Tages im Newsletter "Die Lage am Abend" – hintergründig, kompakt, kostenlos. Hier bestellen Sie Ihr News-Briefing als Mail. Anschließend berichtete Schönenborn in seiner neuen Rolle über das Aufregerthema des Tages: den umstrittenen Anruf von US-Präsident Donald Trump bei Fifa-Chef Gianni Infantino, bei dem es um eine Schiedsrichterentscheidung zulasten der amerikanischen Fußballnationalmannschaft ging (mehr dazu erfahren Sie hier ). Später interviewte Schönenborn Bundesfinanzminister Lars Klingbeil zum neuen Haushaltsentwurf (mehr hier ). Zum Ende der Nachrichtensendung verabschiedete sich Schönenborn mit den Worten: "Tschüss und lassen Sie es gut gehen." Ob daraus ein neues Ritual wird, werden die nächsten Auftritte zeigen. Schönenborns Kollege Ingo Zamperoni sagt zum Ende seiner Moderationen stets: "Bleiben Sie zuversichtlich!" Der frühere "Tagesthemen"-Mann Ulrich Wickert hatte zum Ende der Sendung immer "eine geruhsame Nacht" gewünscht. Im Vorfeld der Sendung hatte Schönenborn der Nachrichtenagentur KNA gesagt, er sei noch unsicher, wie er sich vom Publikum verabschieden wolle. "Wenn das Schlusswort so viel Gewicht bekommt, bleibe ich vielleicht doch einfach bei einem freundlichen ›Tschüss!‹." Er kündigte außerdem an, die Sendung vor allem durch eine ausgewogene Themensetzung prägen zu wollen. "Ich möchte für Journalismus stehen, der richtig ist, der vollständig ist, der Neugier zeigt, der Perspektiven einnimmt, die wir noch nicht kennen." Schönenborn verbindet eine lange Geschichte mit den "Tagesthemen". Bereits 1992 berichtete er als Reporter live im Fernsehen für die Sendung, seitdem war er regelmäßig als Berichterstatter im Einsatz – erst als Korrespondent für Nordrhein-Westfalen, später mit Analysen aus dem Wahlstudio. Der 61-Jährige teilt sich die Moderation der abendlichen Nachrichtensendung künftig mit Jessy Wellmer und Ingo Zamperoni. Wie bisher werde Schönenborn weiter Ergebnisse und Analysen bei allen Wahlen in der ARD präsentieren und einer der Gastgeber des ARD-"Presseclubs" am Sonntagmittag bleiben, hatte der Sender bei seiner Vorstellung als "Tagesthemen"-Moderator mitgeteilt.