Datum06.07.2026 15:37
Quellewww.spiegel.de
TLDRDie Zahl unerlaubter Einreisen nach Deutschland ist im ersten Halbjahr 2026 um 22 Prozent gesunken, was einen anhaltenden Trend widerspiegelt. Seit der Ausweitung der Grenzkontrollen im September 2024 und der Intensivierung durch Innenminister Dobrindt im Mai 2025 wurden 53.230 unerlaubte Einreisen registriert. Davon wurden 38.804 Personen zurückgewiesen und 1561 Schleuser festgenommen. Der Juni 2026 verzeichnete mit 3290 unerlaubten Einreisen den niedrigsten Wert seit 2021.
InhaltIm ersten Halbjahr 2026 sind deutlich weniger Personen als im Vorjahreszeitraum ohne Aufenthaltstitel oder Pass nach Deutschland eingereist. Damit setzt sich ein deutlicher Trend fort. Seit Januar sind deutlich weniger Personen ohne erforderliche Aufenthaltstitel oder Pass nach Deutschland eingereist. Wie die Bundespolizei mitteilt, stellte sie im ersten Halbjahr 24.329 unerlaubte Einreisen fest – 22 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr 2023 hatte die Behörde noch 45.338 unerlaubt eingereiste Personen festgestellt. Seit dem 16. September 2024 finden an allen deutschen Landesgrenzen wieder Grenzkontrollen statt, zuvor war das bereits teilweise der Fall. Noch unter der vorherigen Ampelregierung hatte das Bundesinnenministerium die Ausweitung angeordnet, um die Zahl der unerlaubten Einreisen stärker einzudämmen. Nach seinem Amtsantritt im Mai 2025 hatte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) die Kontrollen intensiviert und die Bundespolizei angewiesen, fortan auch Asylsuchende abzuweisen – mit Ausnahmen für Angehörige vulnerabler Gruppen, dazu zählen etwa Kranke oder Schwangere. Seit Dobrindts Amtsantritt hat die Bundespolizei 53.230 unerlaubte Einreisen registriert. 38.804 Menschen wurden unmittelbar an der Grenze oder im Zusammenhang mit dem illegalen Grenzüberschritt zurückgewiesen. 1561 Schleuser seien in dem Zeitraum vorläufig festgenommen worden, wie die Behörde mitteilt. Mit 3290 unerlaubt eingereisten Personen stellte die Bundespolizei im Juni dieses Jahres den niedrigsten Juni-Wert seit 2021 fest. Der Rückgang im Vergleich zum Juni 2025 beträgt 42 Prozent.