Datum06.07.2026 14:52
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Heidelbeere, ein als Superfood geltendes Vitaminwunder, wird in Brandenburg bis September geerntet. Der Anbau gilt als Erfolgsgeschichte: Die Anbaufläche hat sich in zehn Jahren mehr als verdreifacht. Mit 3.000 Tonnen Jahresernte ist die Heidelbeere die wichtigste Strauchbeerenkultur Brandenburgs. Regen fördert die Fruchtbildung, Hitze schadete bisher nicht. Regionale Heidelbeeren kosten etwa 10-12 Euro pro Kilo. Brandenburg ist nach Niedersachsen der zweitwichtigste deutsche Produzent. Die Kulturheidelbeere hat helles Fruchtfleisch, im Gegensatz zur Waldheidelbeere, die die Zunge blau färbt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Heidelbeeranbau“. Lesen Sie jetzt „"Erfolgsgeschichte" Heidelbeere - Erntesaison gestartet“. Sie werden gern als Superfood bezeichnet - Heidelbeeren, die in Brandenburg jetzt bis September geerntet werden. Das Agrarministerium bezeichnete den Anbau der blauen, vitaminreichen Strauchfrucht als "Erfolgsgeschichte". Die Fläche hat sich binnen zehn Jahren von 120 auf 400 Hektarmehr als verdreifacht. Die Heidelbeere ist mit einer Erntemenge von fast 3.000 Tonnen im Jahr 2025 die wichtigste Strauchbeerenkultur Brandenburgs, wie Landwirtschaftsstaatssekretär Stephan Nickisch zum Start der Heidelbeer-Ernte in Beelitz mitteilte. Danach folgt der Anbau von Sanddorn. "Der Regen wurde sehnsüchtig erwartet. Er ist gut, damit Früchte sich ausbilden können", sagte Jürgen Jakobs, der auf seinem Betrieb neben Spargel auch Heidelbeeren anbaut. Die Hitzeperiode mit Extremtemperaturen habe den Früchten bislang nicht geschadet. Nach Einschätzung von Jakobs sind regionale Heidelbeeren zwischen 10 bis 12 Euro je Kilo im Supermarkt zu haben. Brandenburg gilt nach Niedersachsen als bedeutendster Produzent der Kulturheidelbeere in Deutschland. Rund 20 Betriebe bauen laut Ministerium das Strauchobst an. Auf manchen Höfen können die blauen Früchte selbst gepflückt werden. Kulturheidelbeeren werden für den Anbau gezüchtet und haben helles Fruchtfleisch. Anders ist das bei den kleineren Waldheidelbeeren: Sie wachsen an weit niedrigeren Sträuchern und färben die Zunge blau-violett. Die zuckerarmen Früchte enthalten laut Bundeszentrum für Ernährung vergleichsweise viel Vitamin E und Mangan. Ihr hoher Gehalt an Anthocyan soll dafür sorgen, dass sie im menschlichen Organismus zellschützend wirken. © dpa-infocom, dpa:260706-930-342011/1