Datum06.07.2026 11:47
Quellewww.zeit.de
TLDRChristliche Gemeinden im Südlibanon dementieren entschieden Netanjahus Behauptung, sie hätten um eine israelische Annektierung gebeten. Sie erklären, stets dem libanesischen Staat loyal gewesen zu sein und stolz auf ihre libanesische Identität. Laut Aussagen eines Bürgermeisters seien Netanjahus Worte "völlig falsch".
InhaltIm Libanon haben Gemeinden Äußerungen des israelischen Ministerpräsidenten dementiert, wonach sie um eine Annektierung gebeten hätten. Dies habe keinen Realitätsbezug. Christliche Gemeinden aus dem Südlibanon haben Aussagen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu widersprochen, wonach lokale christliche Vertreter um eine "Annektierung" ihrer Dörfer durch Israel gebeten hätten. Netanjahu hatte dem US-Sender Fox News zuvor gesagt, dass einige christliche Dörfer im Libanon um eine Besetzung gebeten hätten, um sich vor der Hisbollah zu schützen. Die christlichen Grenzgemeinden wiesen die Äußerungen Netanjahus in einer gemeinsamen Erklärung zurück. Sie teilten mit, während des Krieges stets zum libanesischen Staates und dessen legitimen Institutionen gestanden zu haben. Der Libanon sei die wahre Heimat der Bewohner, die stolz auf ihre libanesische Identität seien. Der Bürgermeister der Grenzgemeinde Rmeisch, Hanna al-Amil bezeichnete die Aussagen Netanjahus als "völlig falsch" Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.