Datum25.11.2025 13:28
Quellewww.spiegel.de
TLDRDie Ukraine und die USA nähern sich einem möglichen Abkommen zur Beendigung des Kriegs mit Russland, wie der ukrainische Unterhändler Rustem Umjerow mitteilte. Ein Treffen zwischen Präsident Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump könnte in den kommenden Tagen stattfinden, um die letzten Schritte zu klären. Trotz gemeinsamer Fortschritte im Friedensplan gibt es noch einige strittige Punkte. Parallel dazu laufen Gespräche zwischen US-, russischen und ukrainischen Vertretern in Abu Dhabi.
InhaltNähern sich die Gesprächspartner einem Durchbruch? Laut dem ukrainischen Unterhändler Umjerow könnte es in Kürze ein Abkommen zur Beendigung des Kriegs mit Russland geben. Selenskyj könnte in wenigen Tagen zu Trump reisen. Dieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+. Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird in den kommenden Tagen möglicherweise in die USA reisen, um ein Abkommen mit US-Präsident Donald Trump zur Beendigung des Krieges mit Russland zu schließen. Man freue sich darauf, den Besuch zum frühestmöglichen Zeitpunkt im November zu organisieren, um die letzten Schritte abzuschließen und eine Vereinbarung mit Präsident Trump zu treffen, schreibt der Chef des Nationalen Sicherheitsrates der Ukraine, Rustem Umjerow, auf X. Demnach sei man sich über die wichtigsten Fragen des US-Friedensplans einig geworden. "Unsere Delegationen haben eine Übereinkunft über die wichtigsten Bestimmungen des in Genf ausgehandelten Abkommens erzielt", schreibt Umjerow. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Selenskyj selbst hat sich zu einem möglichen Treffen mit Trump bislang nicht geäußert, sieht aber nach den jüngsten Gesprächen in Genf "viele Aussichten" auf einen Frieden mit Russland, wie er auf X mitteilte . Es gebe "solide Ergebnisse", noch liege aber viel Arbeit vor allen Beteiligten, schrieb Selenskyj. Aus den USA gab es bislang keine Reaktionen auf Umjerows Mitteilung. Zuletzt zeigte sich Washington jedoch zuversichtlich, was die Beratungen mit der Ukraine angeht: Es habe am Wochenende sehr produktive Gespräche zwischen dem nationalen Sicherheitsteam des US-Präsidenten und der ukrainischen Delegation gegeben, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt. Nun gebe es nur noch "ein paar strittige Punkte", so Trumps Sprecherin im Gespräch mit dem Sender Fox News am Montag (Ortszeit). Gleichzeitig soll die US-Regierung Insidern zufolge im Gespräch mit russischen und ukrainischen Gesandten in Abu Dhabi sein, wie die Nachrichtenagentur Reuters und die britische "Financial Times" übereinstimmend berichten. US-Heeresstaatssekretär Dan Driscoll habe die Beratungen am Montag aufgenommen, sagte ein US-Regierungsvertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte, der Nachrichtenagentur Reuters. Die Gespräche sollten bis Dienstag dauern. Die USA hatten in der vergangenen Woche einen 28-Punkte-Plan vorgelegt, um den von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Krieg in der Ukraine zu beenden. Europäer und Ukrainer haben den von vielen als "russische Wunschliste" kritisierten Plan in Genf mit US-Vertretern nachverhandelt. Den europäischen Gegenvorschlag wies Moskau darauf hin als "nicht konstruktiv" zurück. Infolgedessen gehen die Gespräche offenbar auf mehreren Seiten weiter.