Datum06.07.2026 07:21
Quellewww.zeit.de
TLDRDer öffentliche Nahverkehr in Deutschland steht vor einem drohenden Fahrermangel. Laut dem Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (Kofa) sind 40 Prozent der Bus- und Straßenbahnfahrer über 55 Jahre alt. Bis 2041 scheiden mindestens 60.000 Fachkräfte aus, was zu weniger Linien und einer Verlangsamung der Mobilitätswende führen könnte. Bereits heute kommt es zu Fahrplanausfällen und -anpassungen aufgrund von Personalengpässen.
InhaltFast jeder zweite Bus- und Straßenbahnfahrer ist älter als 55. Wenn Zehntausende von ihnen demnächst in Rente gehen, könnten Verkehrslinien ausgedünnt werden. Der demografisch bedingte Fachkräftemangel könnte in den kommenden Jahrzehnten zu einer Verknappung des Angebots an Verkehrslinien führen. Davor warnt das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (Kofa) des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Demnach sind derzeit 40 Prozent der Bus- und Straßenbahnfahrer und -fahrerinnen mindestens 55 Jahre alt. Bis 2041 scheiden demzufolge mindestens 60.000 von ihnen aus dem Berufsleben aus. Schon heute gebe es personalbedingte Ausfälle und Fahrplananpassungen, sagte Kofa-Forscher Jurek Tiedemann. "Wenn viele Fahrer in Rente gehen und nicht genügend Personal nachbekommen, könnten solche Einschränkungen häufiger werden." Die Mobilitätswende werde dadurch ausgebremst. Ein Beispiel dafür sind etwa die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Das Unternehmen hatte vor mehreren Jahren einige Buslinien ausgedünnt, weil es nicht genug Fahrerinnen und Fahrer hatte. Zuletzt gelang es der BVG zwar, den Personalbedarf zu decken. Das Angebot konnte das Verkehrsunternehmen jedoch bisher nicht wieder aufstocken. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.