Unbekannte stehlen Schmuck in Millionenwert aus Museum im Elsass

Datum05.07.2026 21:14

Quellewww.spiegel.de

TLDRIm Lalique-Museum im Elsass wurden Schmuckstücke im Wert von rund vier Millionen Euro gestohlen. Unbekannte drangen gewaltsam ein und entwendeten etwa 20 Objekte, hauptsächlich aus dem Schmucksaal. Trotz erhöhter Sicherheitsvorkehrungen nach einem Einbruch im Pariser Louvre im Oktober reichten diese nicht aus, um den Diebstahl zu verhindern. Das Museum ist René Lalique gewidmet, einem bedeutenden Jugendstil- und Art-déco-Künstler.

InhaltErst im Oktober waren Einbrecher in den Pariser Louvre eingedrungen. Nun ist auch das Lalique-Museum Dieben zum Opfer gefallen. Dabei stand es unter besonderer Beobachtung. Aus dem Lalique-Museum im elsässischen Wingen-sur-Moder ist Schmuck im Wert von mehreren Millionen Euro gestohlen worden. Das berichten französische Medien sowie die Nachrichtenagentur AFP. Rund 20 Schmuckstücke seien entwendet worden, meldet die AFP aus Ermittlerkreisen. Der Schaden werde demnach noch geschätzt, könnte aber mehrere Millionen Euro erreichen, "vermutlich um die vier Millionen". Der oder die Täter seien gegen 5.30 Uhr gewaltsam in das Museum eingedrungen, hieß es weiter. Sie hätten sich direkt in den Schmucksaal begeben, eine Alarmanlage sei ausgelöst worden. Während das Sicherheitsunternehmen die Lage überprüft habe, sei bereits eine Reinigungskraft am Tatort eingetroffen und habe die Gendarmerie verständigt. Das Museum selbst teilte in Onlinediensten sowie auf seiner Webseite  lediglich mit, es sei Opfer eines Einbruchs geworden und bleibe für einige Tage geschlossen. Das 2011 eröffnete Museum ist René Lalique gewidmet, einem bedeutenden Schmuck- und Glaskünstler des Jugendstils und des Art déco, der zwischen 1860 und 1945 lebte. Es liegt in der Nähe der gleichnamigen Manufaktur und zeigt auf rund 900 Quadratmetern Glasarbeiten Laliques. Nach dem spektakulären Einbruch in den Pariser Louvre im Oktober 2025 galt das Lalique-Museum der AFP zufolge als "sensibler Ort" und stand unter besonderer Beobachtung. Es habe Schutzvorkehrungen gegeben, hieß es aus Ermittlerkreisen weiter. Diese seien aber "nicht ausreichend" gewesen.